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Montag, 1. September 2014

Der Herr Gysi und die Waffenlieferungen

Ausgerechnet der Herr Gysi, ehemaliger prominenter Mitarbeiter der Stasi (ja ja, er kann es tausend mal wiederholen, dass er kein IM war, und doch war er einer), führt aus, dass die heute beschlossenen Waffenlieferungen an die Kurden im Irak "völkerrechtswidrig" seien.




Völkerrechtswidrig.


Und dies aus dem Munde eines Herrn Gregor Gysi, des grossen Putin-Verstehers und Rechtfertiger der russischen Aggression und Kriegsführung gegen die Ukraine. Hier gilt das Völkerrecht nicht - wie entlarvend.

Soll noch einer sagen, der Dadaismus sei ausgestorben!
Gysi, der grosse Heuchler, einmal mehr.

Dienstag, 1. April 2014

Herr Gauck spricht über direkte Demokratie

«Die direkte Demokratie kann Gefahren bergen, wenn die Bürger über hochkomplexe Themen abstimmen», sagte Gauck an der Medienkonferenz im Landgut Lohn in Kehrsatz. Er sei ein überzeugter Unterstützer der repräsentativen Demokratie, mit der Deutschland «sehr gut fährt»

Mag sein.
Nur:
was ist mit den Politikerinnen und Politiker, die über ach so komplexe Themen befinden müssen? Können die es denn immer besser als das gemeine Volk, d.h. fällen sie ihre Entscheidungen immer im Interesse der Bevölkerung, also frei von Emotionen und Interessenbindungen?

Diese Frage würde mich sehr interessieren, sehr geehrter Herr Bundespräsident.

Dienstag, 18. Februar 2014

Von durchbrennenden Sicherungen

Nach dem letzten Abstimmungswochenende in der Schweiz zur sog. "Masseneinwanderung" scheinen da und dort die Sicherungen durchzubrennen. Wohlgemerkt: ich gehöre zu jenen, welche die Initiative abgelehnt haben. Aber als Demokrat habe ich zu akzeptieren, dass ich, wenn auch verdammt knapp, unterlegen bin. So sind nun mal die Spielregeln.

Viele, namentlich ausländische Beobachter, scheinen von der direkten Demokratie nichts verstanden zu haben. Beschimpfungen helfen da nicht weiter, plumpe Drohungen ebenso wenig. Überhaupt bin ich erstaunt, mit welcher Naivität die Personenfreizügigkeit da und dort euphorisch gepriesen wird. Dabei ist diese, bei nüchterner Betrachtung, vorab ein neoliberales Konstrukt, das darin besteht, jederzeit über adäquates Personal zu verfügen - zu welchen tiefen Löhnen auch immer. In der Schweiz hat dies u.a. dazu geführt, dass namentlich Grossbetriebe die (betriebsinterne) Weiterbildung sträflich vernachlässigt haben: in Europa hat es ja genügend Leute! Auch die hiesigen Universitäten haben die gezielte Förderung des Mittelbaus sträflich vernachlässigt und den bequemen Weg des europaweiten Angelns gewählt.

Absolut inakzeptabel und kontraproduktiv sind trotzige Reaktionen frustrierter Zeitgenossen, die infolge des Abstimmungsergebnisses ihren wahren Geist offenbaren, wie hier geschehen. Ich staune, was da für Figuren, sogenannte "Eliten", universitäre Karrieren absolvieren und, bar jeglicher Kenntnis, zu billigster Polemik greifen müssen. Demokratischer Anstand äussert sich namentlich darin, Respekt zu haben vor einem Resultat und diesen schlicht zu akzeptieren.

Liebe Leute da und dort: hört jetzt auf zu jammern. Zur direkten Demokratie gehört es auch, zu verlieren. Punkt. Daraus soll man keine Staatskrise oder den halben Weltuntergang herbeireden. Und die europäischen Technokraten müssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass es auch ein Volk gibt, das, ach Gott!, dann und wann den Gottesdienst stört und anders entscheidet, als es die sog. und selbst ernannten "Eliten" gerne hätten. Kein Vertrag ist ewiger Natur. Alles fliesst - auch in der Politik. 

Freitag, 27. September 2013

Ade, Peer!

Wie mehrere Medien berichten, will Peer Steinbrück "keine aktive Rolle in der Politik" mehr spielen.

Danke, Peer!
Und wir brauchen damit keine Angst mehr zu haben vor der Kavallerie.
Gut so. Vor allem auch für Deutschland.
Jetzt soll sich die SPD nicht länger zieren und Hand bieten zu einer Grossen Koalition.
Eine andere Lösung gibt es nicht.

Samstag, 14. September 2013

Mutti wählen!

Als Sozialdemokrat würde ich normalerweise, so ich Deutscher wäre, SPD wählen.
Eigentlich logisch.
Doch Peer ist schlicht nicht wählbar, aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Der Mann ist vor allem unberechenbar. Und selbstverliebt.
Und er ist, Pardon, ein Opportunist.
Ein Maulheld ohne Substanz.

Das waren noch Zeiten, als die SPD einen Brandt hatte.
Oder einen Schmidt.
Meinetwegen auch Bahr.
Und noch andere mit Format.
Doch jetzt???

Nee.
Ich würde wohl Mutti wählen.
Weil Mutti einer Partei vorsteht, die ohnehin sozialdemokratisch geworden ist.
Und Mutti ist solid.
Und Deutsche mögen das Solide, das Berechenbare.

Oder
würde ich vielleicht aus Protest FDP wählen?
Deutsche mögen es nicht, sich dem frischen Wind des Liberalismus auszusetzen.
Bitte nicht zu viel Wettbewerb.
Und Vollkasko da und dort.
Also:
Erststimme der CDU, Zweitstimme der FDP.

Wenn ich nach Deutschland fahre staune ich immer wieder
in welch desolatem Zustand die Infrastruktur ist.
Nein, im Süden nicht.
Ich rede nicht von Baden-Württemberg oder Bayern.
Ich rede von NRW - zum Beispiel.
Darüber müsste man reden, statt den Stinkefinger zu zeigen
und dumme Sprüche zu klopfen.

Am Wahlwochenende werde ich in Berlin sein.
Und das verdatterte und beleidigte Gesicht
von Peer sehen, wenn die ersten Hochrechnungen kommen. 

Freitag, 13. September 2013

Der Peinliche

http://files.newsnetz.ch/upload//2/9/29095.jpg

Irgendwie ist das Ganze ja lustig.
Wenigstens unterhaltend - aus der Ferne zumindest.

Wie dumm muss man sein, ein solches Bild kurz vor den Wahlen freizugeben?
Und mal ganz direkt gefragt: ist dieser Mann wählbar?
Immerhin spricht man wieder über ihn.
War das die Absicht?
Ach Peer, Du bist einfach nur noch peinlich. 
 

Freitag, 22. Februar 2013

Heute vor 70 Jahren

Heute vor 70 Jahren
um  17 Uhr
wurde sie
und ihr Bruder umgebracht.
Enthauptet.

Und heute Mittag
war ich beim Italiener um die Ecke
mit einem alten Studienfreund.
Und er erzählte mir
von seinen Ängsten am Arbeitsplatz
und davon, dass das Duckmäusertum sich breit mache im Betrieb.
Nur nicht auffallen sei die Devise.
Vorauseilender Gehorsam mache die Runde.
Und ich nicke und verstehe.
Wir passen uns alle
irgendwie und
wenn auch bloss subtil an
und wollen nicht anecken.

Sophie und Hans Scholl
sind und bleiben
Symbol eines aufrechten Ganges.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Otto Wels

[Photo: Otto Wels]
Wenn ich mir die Geschichte der SPD vergegenwärtige, so staune ich umso mehr, dass Figuren wie ein Steinbrück es geschafft haben, Kanzlerkandidat eben dieser einstmals so stolzen Partei zu werden. Hat seine Nomination vielleicht auch etwas mit unserem Zeitgeist zu tun? Haben wir -als Gesellschaft- tatsächlich so wenige Probleme, dass man glaubt sich den Luxus erlauben zu können, Ignoranten in politische Spitzenämter hieven zu wollen?

Wo sind die klugen Köpfe geblieben? Jene mit Rückgrat und Zivilcourage, die keine Reden für Geld halten, sondern aus Überzeugung? Otto Wels war so ein deutscher Politiker, der nur dann sprach, wenn er etwas zu sagen hatte, dann aber umso klüger und inhaltsvoller. Und er sprach von Problemen, die wirkliche Probleme waren. Und er schwieg auch dann nicht, als alle anderen schwiegen oder bereits zum Schweigen gebracht worden sind. Am 23. März 1933 hielt er seine berühmte Rede wider das Ermächtigungsgesetz der Nazis.

Wäre er heute Politiker, er würde sich keine Gedanken machen
über den angeblich mickrigen Lohn des Bundeskanzlers.
Er hätte vielmehr seiner Wählerschaft etwas mitzuteilen,
etwas,
das Hand und Fuss hat.
Und er müsste auch nicht laut werden,
weil der Inhalt seiner Rede Gewicht hätte.
Und er hätte es auch nicht nötig,
wie ein Feldmarschall zu posaunen.
Weil er wirklich etwas zu sagen hätte.

Und Frau Merkel würde sehr genau zuhören.
Und nicht nur sie.

Nachtrag (aus der heutigen NZZ):
Einen anderen Kandidaten hat man nicht. Aber wie ungeliebt, ja verhasst Steinbrück an der linken Basis der SPD mittlerweile ist, davon macht man sich im Ausland wohl keine Vorstellungen. Der wohlsituierte, in teurem Tuch teure Weine schlürfende Vortragsredner, der mehr Banker kennt als Arbeiter und sie auch besser versteht, passt zur Stimmungslage der Partei wie das Haar in die Suppe.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Der arme Schlucker Peer Steinbrück



Lieber Peer
Seit Jahren beobachte ich dich aus der fernen Schweiz. Du bist ja hier mittlerweile als lauter Maulheld bestens bekannt, und es gefällt dir, gerade hier den starken Mann zu mimen, weswegen ich mir erlaube, Deine Wahlkampagne zu kommentieren. Ich erlaube mir dabei, dich mit Du anzusprechen, als Sozialdemokrat steht mir dies traditionsgemäss zu, doch was weisst du schon von sozialdemokratischer Tradition und Geschichte? Wenig, ich weiss, aber dafür kannst du ja nix. Kommst aus gutem Haus, das sei dir gegönnt. Aber darüber will ich gar nicht mit dir reden, auch nicht über Deine grosszügigen Honorare für Deine gelegentlichen Ergüsse über Gott und die Welt.

Meine Frage ist ganz banaler Natur: worin besteht eigentlich dein Leistungsausweis? In Nordrhein-Westfalen hast du nichts Grosses auf die Beine gebracht, der Schuldenberg ist vielmehr gewachsen. Und als Bundesfinanzminister? Reduktion der Abgaben namentlich für Familien und Kleinverdiener? Abbau unnötiger Bürokratie für Bevölkerung und Unternehmungen? Na? Von all dem wüsste ich nichts. Du kannst dich da fein rausreden, warst ja nur ein kleines Rad im Ganzen, die Mühlen mahlen langsam, Gott, du bist nicht zu beneiden.

Und jetzt willst du Bundeskanzler werden. Ausgerechnet du! Dabei würdest du nach eigenen Angaben ja doch zu wenig verdienen: 17'000 Euro, zusätzlich kommen noch rund 7'000 Euro dazu, macht zusammen 24'000 Euro Monatsgehalt. Vor der Steuer, schrecklich!, und die ist nicht gerade bescheiden, ich weiss, du bist ein armer Teufel. Wer will sich schon für 24'000 Euro im Monat abrackern? Ein Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen streicht mehr ein, hast du  nachgereicht. Mal ganz ehrlich, lieber Peer: wie, glaubst du, kommen solche Weisheiten bei jenen Leuten an, die du vorgibst zu vertreten? Deren Interessen du wahrnehmen möchtest? Und was schwafelte in diesem Zusammenhang der alte Mann mit Namen Schmidt? Jene, die dich deswegen zu kritisieren wagen, appellierten an die Neidgefühle kleiner Leute. Ich lass mir mal dieses Wortspiel auf der Zunge zergehen: die Neidgefühle kleiner Leute...sind das nicht just jene, die du zu vertreten vorgibst?

Man braucht kein Politikanalytiker zu sein, um schlicht festzustellen: mit diesem Gesabber hast du dich definitiv entlarvt als das, was du bist, nämlich als ein selbstgerechter Hüne, der schneller spricht als er zu denken vermag. Du hast dich eigenhändig demontiert. Tolle Leistung, Peer, wenigstens auf diesem Gebiet bist du dank deiner realitätsfernen Arroganz kaum zu überbieten.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Wer wohl da hauste?

Welches bekannte Ehepaar aus der jüngeren deutschen Geschichte wohnte lange Zeit in diesem Haus?
Das heitere Raten sei damit eröffnet.
Hier wohnten Erich und Margot Honecker: Wie das Leben in Wandlitz war, beschreibt Paul Bergner im Buch "Die Waldsiedlung"

Nachtrag
Keks hat es herausgefunden - Bravo!

Mittwoch, 7. November 2012

Ausschweifende Strassenfeier, zum Beispiel in Seattle

So soll man sich küssen.
Mann/Frau, Frau/Frau, Mann/Mann
Genau so.
Und nicht nur, weil Obama wiedergewählt wurde.
In Seattle an der amerikanischen Westküste ist der Wahlausgang mit ausschweifenden Strassenfeiern begrüsst worden.