Sonntag, 20. Oktober 2013

Abendliche Meditation

Dunkel ist es, ja rabenschwarz.
Gedankenverloren sitze ich da und spüre bloss
meine Ratlosigkeit.
Nichts will nach Vorne,
ein Zurück gibt es nicht.
Stattdessen
beengende Gegenwart.
Es gibt die beruhigende Stille.
Und jene der lautlosen
Verzweiflung.
Stilles Weinen zerrt,
wo doch Tränen,
so wie heute Nachmittag,
kurzzeitig Erleichterung brächten.
Manchmal, weisst du,
blicke ich auf das leere Kissen,
das mich anstarrt und das Schweigen
noch unerträglicher werden lässt.
Und wenn die Sonne scheint, bleibt es doch dunkel,
doch dich sehe ich trotzdem da und dort
und auch hier,
immerzu  -
ja, immerzu.
Nein, dies hier ist kein Klagelied.
Es ist Erinnerung,
die tief in mir sich eingenistet hat -
ohne schnelle Aussicht
auf Befreiung. 

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