Sonntag, 18. März 2012

Im Gottesdienst

Heute Morgen im Gottesdienst im Beisein der Kinder aus dem kirchlichen Unterricht. Der Pfarrer spricht über die Angst und wie mit ihr umgegangen werden könnte. Ich höre aufmerksam zu und kann  dem Gesagten grundsätzlich zustimmen.
Was mich aber am meisten gefallen hat war die Gestaltung des Abendmahls: nein, da hat kein Pfarrer das Abendmahl eröffnet bzw. durchgeführt, es waren vielmehr Kinder. Kinder, die das Brot austeilten und die den Kelch mit dem Apfelsaft in den Händen hielten - und Erwachsene und Kinder, die am Abendmahl teilnahmen.
Das ist radikaler Protestantismus jenseits jeglicher kirchlicher Hierarchie. Wohltuend schlicht und subversiv zugleich.
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zur Erinnerung, was die offizielle Doktrin zur Durchführung des Abendmahls sagt:

Wer darf das Heilige Abendmahl feiern?evangelisch-lutherisch

Nur ORDINIERTE PFARRER UND PFARRERINNEN oder andere ausdrücklich von der Kirche dazu berufene und eingesetzte Personen dürfen das Abendmahl halten.
katholisch

Nur ein GEWEIHTER PRIESTER darf die Eucharistiefeier leiten und Brot und Wein konsekrieren.
Die reformierte Landeskirche der Schweiz ist nicht lutherisch geprägt, sondern geht auf die Reformation eines Calvin und Zwingli zurück. Mit dem heutigen Sonntag ist sie mir wieder etwas sympathischer geworden, und ich werde inskünftig die Kirchensteuer weniger murrend als auch schon bezahlen.

Kommentare:

  1. Was lese ich verschlafen noch blinzelnde Pfarrerin hier heute morgen positives? Wie schön, hast du dieses Kinderabendmahl so gut erlebt. Ich mache das selber auch so mit den Drittklässlern, die Kinder mögen es, die Eltern auch und im Gegensatz zum traditionellen Abendmahl spürt man mal wirklich Verbindendes und Gemeinschaft..
    Lieben Gruss Ursula

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    1. Danke für Deine Rückmeldung und schön, dass ich gestern etwas mitbekommen habe, das offensichtlich nicht exotischer Natur - und Dir liebe Morgengrüsse aus dem Nieselregen.

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  2. Guten Morgen Peter,

    ich gehe fast gar nicht in die Kirche, obschon unser Pfarrer nicht in irgendwelchen starren Liturgien denkt und den Gottesdienst immer wieder durch eigene Ideen und auch Zusammenwirken mit Kindern auflockert. In etwa 2 Jahren werden wir wieder häufiger unsere Gottesdienste besuchen, weil unser kleines Mädchen dann zur Kidnerkommunion geht.

    Schönen Tag
    Dieter

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