Sonntag, 6. Juli 2014

Von archivierten Mails

Heute habe ich nach langer Zeit wieder einmal in "alten Sachen" herumgewühlt: die Angewohnheit wohl eines jeden Historikers. Es waren archivierte private Mails aus den letzten 8 Jahren, die ich mir punktuell zu Gemüte führte. Manchmal schlug mir beim Lesen ein unglaublicher Pathos entgegen und Texte, die ich längst vergessen hatte und die mir doch so bekannt vorkamen.

Was mag wohl A. jetzt tun? Ist sie noch in ihrem durchstrukturierten, abgesicherten Alltag gefangen? Und was mag aus C. geworden sein, die ewig Suchende, ist sie nun fündig geworden, so man dies überhaupt werden kann? Und dann auch......_.

Blicke zurück bergen die Gefahr verklärter Sentimentalität. Blicke zurück sind hingegen dann sinnvoll, um das aktuelle individuelle Handeln in einen grösseren Kontext zu stellen und namentlich danach zu fragen: inwiefern habe ich dazu gelernt, inwiefern wiederhole ich mich mit bzw. in meiner Geschichte und bin damit Gefangener meiner selbst? Nur da und dort schlägt mir ein déjà vu entgegen, vieles scheint offenbar überwunden zu sein. Doch gänzlich "alte Muster" lassen sich nicht "einfach so" aus der Welt schaffen. Sie zu erkennen ist schon viel. 

Kommentare:

  1. schwieriges thema. vergangenheit.
    bist du zufrieden mit der person, die aus dir geworden ist?

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    1. Liebe Claudette - eine schwierige Frage ! Zufrieden: teils teils und mal so und dann mal anders.

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