Sonntag, 26. Mai 2013

Vorprogrammierter Abschiedsschmerz

Es gibt Begegnungen, die den Abschiedsschmerz bereits in sich tragen, weil er zwingend dazu gehört. So gibt es von Beginn an keine Missverständnisse, jeder weiss, ohne dass darüber gesprochen wird, woran er ist. Nimm mich, solange es geht, und dann zieh weiter, so oder ähnlich muss es sein, weil das Leben sich seine Bedingungen nicht immer aussucht. Illusionslose Romantik? Vielleicht. 

Kommentare:

  1. Man definiert selbst, was jeweils "das Leben" ist, bzw. das WICHTIGE und RICHTIGE Leben. Für die einen stehen Beziehungen ganz am oberen Ende der Wichtigkeitsskala, für andere die Karriere, für wieder andere Besitz, Status, womöglich ein bestimmter Ort, von dem man nicht weichen will ("Heimat").

    Dass "das Leben sich seine Bedingungen nicht immer aussucht" erscheint mir so gesehen als Schutzbehauptung, um die eigenen Präferenzen "dem Schicksal" aufzubürden.

    Oder etwa nicht?

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  2. Jede Begegnung, jede Beziehung trägt den Schmerz des Abschieds von Beginn an in sich, und auch ein kluger forschender Geist ist davor nicht gefeit. Der Tod ist ein Begleiter auf Lebenszeit und verurteilt alles Zwischenmenschliche irgendwann zum Sterben. Und so ist Abschiednehmen während des Lebens die große Prüfung, die es zu bestehen gilt. Abschied ohne Verbitterung, ist das möglich?
    Ich denke schon. Es gelingt in Hinwendung zum großen Ganzen. In Hinwendung zu dem, was "Liebe des Lebens" genannt werden kann und sich paradoxerweise erschließt in einem festgegründeten Ich, das sich seiner Verbindung zum Göttlichen bewusst geworden ist.

    A.

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  3. Offen Auges bin ich in den Schmerz gerannt....blutet mein Herz...die Aussichtslosigkeit bezwingen wollend....die Hoffnungslosigkeit besiegen....Trauer

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    1. Lieber Hans,

      das Ende einer Beziehung ist wie ein Tod, und vielleicht fühlst Du, als müsstest Du sterben.
      Spiritualität kann helfen, wenn Du dafür offen bist.
      Vielleicht hast Du Lust, Dir das folgende Video anzusehen.

      https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=pNOk9ZZ017o

      Mit Mitgefühl und allen guten Wünschen,

      A.

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