Sonntag, 5. Mai 2013

Jenseits der Komfortzone

Die Wahrheit, unsere Wahrheit, liegt oftmals jenseits unserer Grenzen. Grenzen, die wir aus Bequemlichkeit, Feigheit oder Ignoranz oft nicht überschreiten wollen. Ja wir ahnen oftmals gar nicht, dass ein zeitweiliger Ausbruch aus der bürgerlichen Komfortzone so eminent wichtig wäre auf die Gefahr hin, vieles zu verlieren, was uns bisher so lieb und teuer war, zum Preis freilich gewonnener Erkenntnisse über uns und unsere Umwelt. Wir erkennen uns dann, wenn wir in unsere Abgründe blicken und dabei sehr genau hinschauen. Wenn wir nicht tun, was wir schon lange hätten tun wollen, aus Furcht, sich im Labyrinth unerforschter Gefühle und Leidenschaften (in einem breit verstandenen Sinn gemeint) zu verlieren, sind wir nur halbwegs uns selbst. Krieg raus, wer du bist, und schnüffle nicht Gott hinterher, denn was die Menschheit ist, begreifst du am besten an dir! Da hat er einmal wieder Recht, der Biermann.

Zum Schluss noch dies: 
mein Filmtipp für heute Abend.
Liebesleben, Arte, 22.50 Uhr
Alles gerät durcheinander im Leben dieser Frau, die doch, verdammt noch mal!, alles hat - scheinbar zumindest: einen lieben Ehemann, gesicherte Finanzen, Aussichten auf eine glanzvolle akademische Karriere, ein schönes Zuhause und und und.
Und doch passiert es, ein (ungewollter?) Ausbruch aus dem Korsett der Bequemlichkeit, ein nicht zu bremsender Drang, jene Grenzen zu überschreiten, die sich plötzlich zu erkennen geben und uns zeigen, dass da noch etwas wäre, jenseits all dessen, was wir kennen und schätzen - oder glauben, es zu kennen.

Kommentare:

  1. Danke für den TV-Tipp.
    Einen guten Start in die neue Woche wünscht dir
    Irmi

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  2. Mir Bedauern erfahre ich (wenn auch selten) den Mangel an bestimmten Programmen, weil ich keine Satellitenschüssel habe und auch keine kaufen werde.
    Die Erfahrung mit mir selbst bleibt mir ja, das ist Programm genug.

    Beate

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