Samstag, 16. Februar 2013

Jeder nach seiner Façon

Samstagmorgen.
Ausgeschlafen, gefrühstückt.
Mädchen im Haus - ihr Spiel ist manchmal laut und voller Kicher.
Leben.

Ich nutze die Zeit
und lese da und dort Blogs.
Was ich dabei auch entdecke:
Selbstdarsteller, die glauben, infolge Potenzstörungen ihren BMW im Netz präsentieren zu müssen, ihre jüngsten Einkäufe an der Zürcher Bahnhofstrasse (mit der obligaten Louis Vuitton-Tasche) und ihre damit einhergehenden Lebensweisheiten, das Ganze gewürzt mit nicht verstandenen Goethe-Zitaten. Sie glauben, mit dem Kauf teuren Weins im Globus hätten sie auch den guten Geschmack gekauft.

Ich bin sehr wohl offen für hedonistische Lebensmomente. Doch wenn die Oberflächlichkeit zum kategorischen Imperativ erklärt wird, habe ich meine liebe Mühe damit. Doch ich weiss: jeder soll nach seiner Façon selig werden. 

Kommentare:

  1. Hey,

    Dein Blog is total schön ! :) gefällt mir :)

    Hast nun eine Leserin mehr ;)

    Das ist mein Blog - Plötzlich Halbwaise - Wie die Realität mein Leben ruinierte.
    Ich schreibe dort über meine Krebserkrankung und über mein Leben, das bis zum Halbwaisen führt. Vielleicht möchtest du ja mal vorbei schauen !

    http://ploetzlichhalbwaise.blogspot.de/

    Liebe Grüße
    Hoppelchen :)

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    1. Liebe Hoppelchen :-)
      Danke Dir für die lieben Zeilen. Ich kenne Deinen Blog und lese regelmässig Deine Texte, die mich immer wieder von Neuem berühren. Du bist eine starke junge Frau. Ich drücke Dich und wünsche Dir alles Liebe.

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    2. Wo bist du hin Hoppel? Warum ist der Blog weg ?

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  2. Oberflächlichkeit zum kategorischen Imperativ machen. Das tut weh! Aber manchmal frage ich mich, obs nicht schon eine Maxime ist oberflächlich zu sein, denn sonst ist das soziale Ansehen doch irgendwie niedriger. Der moralische Aspekt wird dabei völlig aus der Wertung ausgeschlossen, finde ich. Naja was solls, ich teile deine Meinung absolut und bekomme jedes Mal einen Schreck wenn auf einem solchen Blog Goethe-Zitate zu finden sind. Aber google macht nunmal uns alle schlau.

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    1. Liebe Denise. Deinen Blog lese ich auch regelmässig. Du schreibst schöne, wenn auch traurige und oftmals hoffnungslos anmutende Texte, die aber dennoch, so scheint mir, auch Hoffnung beinhalten. Man muss durch die Zeilen lesen und den Funken spüren...manchmal sehe ich in Deinen Zeilen mich selbst, als ich so alt war wie Du....ich drücke Dich.

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  3. Angesicht mancher Bloglisten scheint der Schreck nicht allzu groß zu sein, wenn das niedrige Volk große Dichter falsch zitiert. Oder ist das eher wie bei einem Unfall und den Gaffern? Niemand wird gezwungen, in seinen Augen schlechte Blogs zu lesen, geschweige denn zu verlinken. Jedem das Seine.

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