Dienstag, 22. Januar 2013

Die Katze

Manchmal denke ich mir, das Leben einer wohl behüteten Hauskatze sei etwas ganz Kuscheliges. Sie braucht nichts zu tun, das Fressen kriegt sie pünktlich und ohne Gegenleistung. Tagsüber lebt sie ihren Alltag, jagt manchmal ein Mäuschen, dann ficht sie einen Zweikampf aus, aus dem sie sich problemlos zurückziehen kann. Nachts kann sie sich im Haus bequem einrichten, vielleicht gar in der Nähe des Kamins oder sonstwo, wo es trocken und warm ist. Sie ist einfach, sie frisst und lebt und ist sich ihrer Existenz nicht bewusst. Sie lässt sich gerne streicheln und spielt fürs Leben gern. Einfach so. Und wenn sie Glück hat, findet sie in der Katzenwelt einen zeitweiligen Anschluss und spaziert gemeinsam mit ihrem Liebsten  Freund durch die Gärten der Vorstadt. Was möchte sie denn mehr? Eines gewiss nicht: sich vermenschlichen zu lassen. 

Kommentare:

  1. Tja, ich hab beim Betrachten des Lebens meiner Katze auch schon so manches Mal gedacht, sie müsste ich sein. Fell pflegen, kleine Abenteuer erleben, fressen, kuscheln, sich einrollen, gestreichelt werden. Hach... :-)
    Liebe Grüße!

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  2. Das ist richtig, die Katze schließt sich dem Menschen nicht an, aber sie hängt an ihrem Revier. Beim Hund ist es umgekehrt, er ist der Begleiter des Menschen, zieht auch problemlos in ein anderes Revier, welches er sich sogleich zu eigen machen wird.
    Aber in einem muss ich Dir widersprechen, auch die Katze weiß sehr wohl, dass sie ist, selbst der Vogel weiß es, auch sie können denken, wenn auch auf einer sehr niedrigen Stufe. Ganz deutlich konnten wir es immer an unseren Hunden sehen. Unser jetziger Laprador dreht den Kopf um, wenn wir die Stimme laut erheben, um ihn zu kritisieren. Der Mensch soll sich nicht über die Gebür erheben, die Natur ist ihr Meister, wenn es auch keiner sehen will.
    Liebe Grüße Ulrike

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