Donnerstag, 29. September 2011

In der fremden Küche

Wenn ich in ihrer Küche herumhantiere weiss ich nie genau, wo was ist. Ich suche immer wieder nach dem Fleischmesser, der Gabel, dem Mixer oder dem Toaster. Was nach Vergesslichkeit oder Zerstreutheit aussehen mag, ist in Tat und Wahrheit nur Ausdruck meiner Distanz ihr gegenüber: es käme mir zu vertraut, ja zu familiär vor, mich in ihrer Küche auszukennen. Lieber tappe ich gewissermassen im Dunkeln und stochere im Unbekannten herum. Denn wer sich in einer Küche blind zu bewegen vermag, ist dort zu Hause und spürt so etwas wie Heimat.

So werde ich auch in den nächsten Tagen stets dieselbe Frage nach den Utensilien ihrer Küche stellen, werde, während es brutzelt im Kochtopf, in den Schubladen wühlen und nur manchmal Erfolg bei meinen Suchaktionen haben. Und so soll und wird es auch bleiben.

2 Kommentare:

  1. oh, peter, das klingt nicht gerade nach BLEIBEN .... schönes wochenende dir in "der fremden küche" ... aber-, leckeres essen schmecht auch dort :-) lg ursa

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  2. Liebe Ursa, Danke für die guten Wünsche. Ja, das ist keine Bleibe fürs Leben, es ist eher eine Durchgangsküche, gewiss nett eingerichtet, aber mit Zutaten, die mir nicht in jeder Hinsicht gut tun. Schönes WE auch Dir, liebe Grüsse.

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