Montag, 23. Mai 2011

Kind sein wollen

Meine Tochter singt gerade unter der Dusche, sie wischt sich den heutigen Tag ab, ehe sie bald ins Bett geht und friedlich zu Mozarts Musik einschlafen wird. Sie ist ein fröhliches Kind, das den Kummer noch kaum kennt.

Manchmal ertappe ich mich beim Gedanken, wieder ein Kind sein zu wollen.

Das ganze Leben noch vor mir haben zu können, nochmals die Weichen stellen zu können.

Nochmals beim Punkt 0 beginnen zu können.
Papa und Mama haben zu können, mit ihnen spielen zu können.
Einfach sein zu können, ohne an morgen zu denken.

Nicht an Rechnungen denken zu müssen, an Steuererklärungen und Katastrophen.
Alles neu entdecken zu können, die Wunder der Natur, die Kräuter des Waldes.
Herumtollen zu können, ohne sich die Frage stellen zu müssen, was andere wohl dazu meinen.

Wenn ich es denn wieder sein könnte, ein Kind, was würde ich wohl in Kenntnis meines bisherigen Lebens anders machen?

Täte ich wirklich anders entscheiden?
Gerne wüsste ich es.

Kommentare:

  1. Ach Peter, ich wünsch' dir so, dass du die Welt mal ein bisschen optimistischer sehen kannst. Mach' die Augen auf. Und dein Herz. Und lass' es rein das Glück. Es ist überall. Du hast eine wunderbare Tochter, du scheinst materiell ausreichend ausgestattet zu sein, der Sommer steht vor der Tür, die Blumen blühen und du hast so viele wunderbare Dinge erleben dürfen und und und ... Vielleicht magst du mal hier gucken: http://mayarosasweblog.wordpress.com/2011/05/23/uber-das-gluck/ LG mayarosa

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  2. Liebe Mayarosa
    Herzlichen Dank für die lieben Zeilen...ich weiss, dass Du recht hast. Und doch fällt es mir nicht immer leicht, die Augen und das Herz offen zu haben für das Schöne und Gute dieser Welt. Verhärtungen schleichen sich ein, Resignation auch. Und doch raffe ich mich immer wieder auf. Es ist ein stetes Auf und Ab, jedenfalls im Moment...ganz liebe Grüsse von meiner Seite, P.

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