Montag, 17. Januar 2011

Aufreibend

Ich verbringe meine freie Zeit grösstenteils mit B. Wir unternehmen verschiedene Dinge zusammen, gehen essen, wandern, schwimmen etc. - wie ein verheiratetes Paar. Nur streiten tun wir nie, ich weiss auch nicht weshalb, vielleicht, weil ich Manches, was mich an ihr stört, gar nicht thematisiere, vielleicht, weil es mir gleichgültig ist. Im Hinterkopf ist oftmals A präsent, was mich zeitweise in eine tiefe Traurigkeit katapultieren kann, für einen Augenblick jedenfalls. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Wie lange dieser Zustand andauert bzw. andauern kann, weiss ich nicht. Aufreibend ist es alleweil. Und irgendwie trostlos. Womit ich dies wohl verdient habe?

Kommentare:

  1. Ich frag mich ob B. weiss, wie gleichgültig dass sie dir ist ?
    Oder habt ihr ein ehrliches Arrangement getroffen miteinander?

    Irgendwie liest sich das hier alles sehr traurig und verbittert. Und dann noch die Schlussfrage "Womit ich dies wohl verdient habe"? Ist das nicht eine grandiose Opferhaltung und zwar mit beiden Beinen?

    Schade, denn die Welt ist sehr farbig wenn man sie mutig packt!

    Ich wünsche dir einen immensen aufpeitschenden Luftzug!

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  2. B und ich machen uns nichts vor, und verheiratet sind wir im übrigen auch nicht. B ist eine bald 40 jährige Frau, die nicht mehr naiv und trunken vor Blindheit durch die Welt marschiert.

    In einem Punkt gebe ich Dir Recht, liebe(r?) Anonymus: manchmal schnappt bei mir die Falle des Selbstmitleids zu. Eine Schwäche von mir, jawohl. Ich kann nicht immer stramm stehen und nur das Positive und Schöne auf unserer Welt sehen. Das Leben ist nun mal dann und wann verschissen. Wer wollte dies verneinen? Vielleicht jene mit der rosaroten Brille. Die habe ich vor Jahren abgelegt - zum Glück.

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  3. Ja, zum Leben gehören auch trübe Tage. Aber die sind ok und trotzdem ist man dann selbst auch ok. Vielleicht findest du eine Brille mit einer angenehmeren Farbe als rosarot?

    Hey, danke dir, dass du mir geantwortet hast. Find ich cool von dir!

    Viel Wärme für dich und B.

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  4. Diese Frage "Womit ich dies wohl verdient habe?" stell ich mir in letzter Zeit auch des öftern...
    Allerdings in einem anderen Kontext...
    Wie man so sagt: "Me hets nid liicht, aber liicht het's eim"...
    Ich wünsch Dir was!
    Geneviève

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