Mittwoch, 15. September 2010

Alltagstrott

Heute war ich auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht. Andere mögen in jenen Momenten etwa zur Zigarette greifen, als Nichtraucher verzichte ich gerne auf dieses monströse Beruhigungsmittel. Ich versuche mich vielmehr auf den Augenblick zu konzentrieren und damit im Hier und Jetzt zu sein. Ich merke, dass ich mich schlicht disziplinieren muss.

Ansonsten kann ich meinem Tagebuch nichts Spektakuläres anvertrauen. Der Alltagstrott schafft mich manchmal, dieses Abspulen der Existenz engt mich ein, gibt mir andererseits auch Strukturen. Ich weiss genau, wie der Tag morgen aussieht, es wird ein Tag ohne Überraschungen sein. Sitzung hier, Sitzung da, dazwischen lesen, telefonieren, schreiben, schwatzen. Einzige Überraschung wird sein, was ich morgen zum Mittagessen speisen werde.

Und heute Abend? Lesen mag ich nicht, da zu unkonzentriert und zu müde. Vermutlich reicht es noch für einen TV-Krimi, ehe ich mich ins Bett lege und abschalten kann, sofern es im Kopf nicht weiter dreht.

Mittwoch ist Dienstag.
Und morgen Donnerstag ist übermorgen Freitag.
Dazwischen kurze Lebenszeichen aus der Ferne in Form eines stillen Winkens.

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