Montag, 8. März 2010

Wochenbeginn

Eine neue Woche startet, unspektakulär und in gewohnten Bahnen. Meine Tochter wird diese Woche bei mir sein und mich damit ablenken - ablenken vom Alltag, vom Ekel, vom Warten und von der Absurdität. Ja, so ist es nun einmal, wenn die Kleine da ist, bin ich ganz bei mir, da gibt es keinen Platz für Schwermut, manchmal flackern sie kurz auf, aber sie mögen mich nicht dominieren. Kinder merken viel, durchschauen uns, vor allem auch dann, wenn wir eine Maske tragen, unkonzentriert sind oder sonst wie geistig abwesend sind. Sie registrieren viel und sprechen das "Feinstoffliche" direkt an.
So werde ich diese Woche unbekümmert sein, herumalbern können, beim Basteln mit Holz mit der kleinen Säge herum experimentieren, morgens den Tamino aus voller Kehler imitieren, und kurz vor dem Abendessen werde auch ich kurz den Kinderkanal gucken, die Geschichten des Sandmännchens mögen auch mich beruhigen.

Kommentare:

  1. Schön, wieder von dir zu hören, vorallem deine Zuversicht ist toll. Ich wünsche dir eine schöne Zeit mit deiner Tochter.
    Ich kann das gut nachvollziehen, meine zehnjährige Tochter ist wunderbar.
    Meine anderen beiden Kinder will ich ebenfalls nicht vergessen, sie sind auch wunderbar, aber anders, sie sind ziemlich erwachsen, auch wenn es immer Kinder bleiben und sie sich oft so benehmen.

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  2. Ja, Kinder spühren mehr als man denkt...
    Kinder tun einem gut. Kinder tragen dazu bei, "gut drauf" zu sein - auch wenn einem nicht danach ist. Kinder sind sowieso das Beste für die Moral.
    Ich wünsche Dir eine tolle, schöne, lustige, herrliche, herzliche und friedliche Woche mit deiner Tochter!
    Liebe Grüsse
    Geneviève

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  3. Ja, Kinder tun gut.
    Bloss: es ist ein Trost auf Zeit. Was danach kommt, weiss niemand. Was oder wer wird dann Trost spenden? Was oder wer wird dann zum "gut drauf sein" beitragen? Es ist halt so: alles ist vergänglich. Das Ziel wäre, aus sich selbst heraus Kraft zu schöpfen, mithin "autonom" zu sein, aber das schaffe ich nicht. Der Mensch ist existenziell einsam.

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