Samstag, 7. September 2013

Einsichten am Samstagabend

Ich mag es nicht, jene Unzugänglichkeit, mit der man Menschen auf Distanz hält. Dieses kalkulierte Spiel um Nähe und Distanz, das im Wesentlichen ein Ziel kennt: Machtdemonstration.
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Wenn man es denn kann, so tut es durchaus gut, sich in den Schlaf zu retten. Nicht mehr denken müssen, nicht mehr im Hamsterrad seine Runden drehen, nicht mehr mit beklemmenden Gefühlen durch die Wohnung hin und her laufen. Schlaf, erlöse uns. Immer wieder. Wenigstens abends ab 23 Uhr.
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Bewusstes Schweigen ist eine an sich sehr merkwürdige Handlung. Schweigen ist zwar auch eine Antwort, aber immer eine unbefriedigende, da rätselhaft und letztlich nicht fassbar. So wie Gott - so es ihn überhaupt gibt - schweigt, mag es hier noch so absurd zu und her gehen. Schweigen als absolute, geheimnisvolle und kaum zu überbietende Machtdemonstration.
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Manchmal ertrag ich den Samstagabendblues nicht, jene Melodie, die bloss aus Erwartungen und Hoffnungen besteht und in schrillem Dur dumpfe Glückseligkeit verspricht. 

Kommentare:

  1. Du schreibst mir immer wieder aus der Seele. In den Schlaf fliehen, das wünsche ich mir täglich, nein, nächtlich. (Solange er traumlos bleibt) Ich könnte den Wecker danach stellen, spätestens halb 4 werde und bleibe ich wach. Und bin natürlich den ganzen Tag wie gerädert. Und ja, das Schweigen...

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    1. ....das Schweigen. Immer wieder, gerade dann, wenn es nicht sein müsste und nicht sein dürfte...

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  2. Das Spiel mit Nähe und Distanz, Schweigen als Machtdemonstration? Eine interessante Sicht, Einschätzung. Warum braucht jemand dieses "Macht"gefühl? Vielleicht um Herr des Geschehens zu bleiben?

    lg, einen schönen Restsonntag und entspannenden Schlaf

    morgenrot

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