Mittwoch, 13. August 2014

Arbeit, Arbeit

Zu viel Arbeit, abends müde und gleichzeitig unter Strom.
Ausgleich: aktuell kommt das andere Leben schlicht zu kurz.
Und an ein Durchschlafen ist momentan nicht zu denken.
Und doch braucht es oftmals so wenig, um mentale Stärke wieder zu erlangen.
Und sei es bloss ein kleines Vogelgezwitscher frühmorgens. 

Donnerstag, 7. August 2014

Vom Reisen in Nord und Süd

Aufgeschnappt und zustimmend zitiert:

wer in den Süden reist, sucht Zerstreuung, 
wer in den Norden reist, sucht sich selbst. 

Dienstag, 5. August 2014

Sils-Maria

Ich kann es kaum erwarten!

Der erlösende Moment...

Was hast du mir kürzlich geschrieben?
Der erlösende Moment des Miteinanders. 
Genau.

Und kaum ist er zu seinem Recht gekommen,
kommt alsbald die Sehnsucht auf,
diese geballte Kraft des Verlangens,
des Unersättlichen.

Lebenszeichen

Oh, neue Leserinnen. Herzlich Willkommen, auch wenn ich aktuell so wenig schreibe.

Nicht, dass ich schreibfaul bin.
Aber ich bin irgendwie schreibmüde.
Ich drehe mich im Kreis, obwohl es mir gut geht.
Eigentlich.
Beruflich schwimme ich, aber tauche nicht unter,
ich liebe das Rückenschwimmen und habe Ausdauer.
Manchmal trinke ich gerne etwas über den Durst,
aber immer massvoll, der schwere Burgunder ist eine Sünde Wert.
Ich finde und habe gefunden und bin doch ein Suchender,
vielleicht auf immer und ewig.
Und ich bin melancholisch unterwegs,
aber das ist ja nichts Neues.
Danke für die Treue!

Sonntag, 6. Juli 2014

Und von archivierten Blogbeiträgen

.....die sind auch interessant zu lesen.

So jener vor über vier Jahren, da muss ich mich Hals über Kopf in jene Frau aus beinahe demselben Quartier verliebt haben, die heute mit einem ewigen Studenten verheiratet ist. Oder hat er jetzt abgeschlossen? Jedenfalls ein Jüngling, so ihre Worte, damals. Auch Frauen suchen zeitweise Frischfleisch. Und sehen in diesem Kontext dann doch ziemlich alt aus - wie Männer halt, die mit junger Dame unterwegs sind und bei allen passenden und unpassenden Gelegenheiten mit dem Kompliment begrüsst werden: eine schöne Tochter haben sie da! 

Von archivierten Mails

Heute habe ich nach langer Zeit wieder einmal in "alten Sachen" herumgewühlt: die Angewohnheit wohl eines jeden Historikers. Es waren archivierte private Mails aus den letzten 8 Jahren, die ich mir punktuell zu Gemüte führte. Manchmal schlug mir beim Lesen ein unglaublicher Pathos entgegen und Texte, die ich längst vergessen hatte und die mir doch so bekannt vorkamen.

Was mag wohl A. jetzt tun? Ist sie noch in ihrem durchstrukturierten, abgesicherten Alltag gefangen? Und was mag aus C. geworden sein, die ewig Suchende, ist sie nun fündig geworden, so man dies überhaupt werden kann? Und dann auch......_.

Blicke zurück bergen die Gefahr verklärter Sentimentalität. Blicke zurück sind hingegen dann sinnvoll, um das aktuelle individuelle Handeln in einen grösseren Kontext zu stellen und namentlich danach zu fragen: inwiefern habe ich dazu gelernt, inwiefern wiederhole ich mich mit bzw. in meiner Geschichte und bin damit Gefangener meiner selbst? Nur da und dort schlägt mir ein déjà vu entgegen, vieles scheint offenbar überwunden zu sein. Doch gänzlich "alte Muster" lassen sich nicht "einfach so" aus der Welt schaffen. Sie zu erkennen ist schon viel. 

Mittwoch, 2. Juli 2014

Im Juli

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben.
Das liegt wohl daran, dass ich schlicht nichts mehr zu schreiben habe.

Dabei sind viele Baustellen offen: beruflicher Umbruch, neue Liebe (die so neu auch nicht ist). Damit einhergehend: ein Gefühl des zeitweiligen Hochgefühls.

Das Gefühl, zumindest für einen Moment angekommen zu sein.

Was vor mir liegt:
Ferien bis anfangs August.
Ferien im Hochgebirge, also: Sommerfrische, und wenn ich Glück habe:
Begegnung mit dem ewigen Schnee und damit mit dem intensiven Leben (ein Lob auf die Kälte! ganz im Sinne Nietzsches).

Was ich aktuell tue: aufräumen am alten Arbeitsplatz, mich auf die neuen Herausforderungen vorbereiten. Viel lesen, zum Beispiel: wider die Natur.

Und abends wird dann und wann auf die Pauke gehauen mit Grill und schwerem Rotwein und intensiven Gesprächen.
Spurensuche.

Das Leben ist schön.
Und so traurig.
Die Liebe ist trügerisch.
Nichts ist von Dauer.
Manchmal bin ich furchtbar melancholisch.
Was täte ich ohne Mozart?
Meine Tochter ist der einzige Mensch, den ich bedingungslos liebe.
Und manchmal habe ich schlicht Angst.
Und ich vermisse dich zeitweise, zum Beispiel heute Abend.
Die Schneeballschlacht steht also bald bevor. Auf 3000 Meter über Meer.
Ich liebe das Leben. 

Freitag, 6. Juni 2014

Was wäre das, männlich?

Aufgeschnappt:
Da fragen die Männer nun, was ich männlich finde! Aber ich weiß nicht, was männlich ist. Ich kann nur sagen, was ich herrlich finde: Witz. Und Mut. Und Klugheit. Außerdem Souveränität und Selbstironie, Verlässlichkeit und Treue. Dämlich finde ich die Abwesenheit von all dem. Es gibt dämliche Männer und herrliche Frauen. Und umgekehrt.
Ich mag abends im Bett Füße, die wärmer sind als meine. Und es macht mir Spaß, mit Männern darüber zu reden, wie Frauen sind und wie Männer sind. Mit Frauen darüber zu reden, ist ein bisschen langweiliger, denn wir sind uns zu einig; viele Frauen gemeinsam wissen immer genau, was männlich ist. Eine Frau allein ist mit dieser Frage überfordert. Doch eins steht fest: Nichts ist männlicher als die Angst, nicht männlich gefunden zu werden.

Mittwoch, 4. Juni 2014

Gedankenspliiter (Pause im Geschäft)

Gibt es ein Glück mit Tiefe? Oder ist es ratsamer, stets nur an der Oberfläche zu schwimmen, um nicht im Strudel von Gefühlen und Begierden zu ersaufen?
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In letzter Zeit schlafe ich suboptimal, obwohl ich keinerlei Sorgen habe. Regelmüässig wache ich auf. 0300 Uhr, Totenstille drinnen und draussen. Das gibt mir die Möglichkeit, in entspannter Stimmung zu lesen, meistens bis 0400 Uhr, dann holt mich wieder bleierne Müdigkeit ein.
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Ich bleibe dabei: Eifersucht ist die Angst vor dem Vergleich. Und wir wollen Exklusivität beanspruchen, zumindest was die Sexualität anbelangt. Geht der Partner jenseits dessen "fremd", ist dies in den meisten Fällen kein Thema. Eigentlich bizarr, unser Verhältnis zur Eifersucht.
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Je länger je mehr liebe ich schweren Wein. Vermutlich eine Alterserscheinung.
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Bald werde ich wieder in die Berge flüchten, wenn es hier unten zu heiss wird. Ich mag den Sommer in den Städten nicht. Und noch weniger am Strand: zu viel Schweiss, zu viel Menschenfleisch.
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Die Jugend wird masslos überschätzt: Illusion des alles-ist-möglich.
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Aktuell lese ich "Tanzen auf Beton" von Iris Hanika. Meine ganz persönliche Neuentdeckung. Eine Frau, in deren Schreibe ich mich glatt verliebte.

Tanzen auf Beton ist eher was für die jungen Leute. Das stört uns aber nicht, weil, wir sind ja im Herzen jung, sowieso, bloß der Körper ist halt schon älter und das Streben nach Freiheit von Schmerzen schon wichtiger geworden als der Sexualtrieb. Wäre es anders, könnten wir aufregende Dinge erleben in diesem betonierten Raum, der einmal einen Industriebetrieb beherbergte, wovon alles zeugt, was man im Dunkeln von ihm sehen kann. Manchmal gehen Scheinwerfer an, dann sieht man mehr. Hätte der Sexualtrieb uns also noch so imperativ in seinen Krallen wie vor zwanzig Jahren, würden wir uns nicht durch Wippen und Wassertrinken gegen Krach und Beton wehren, sondern Drogen nehmen, vielleicht auch nur Alkohol, um uns zu enthemmen. Sobald wir enthemmt genug wären, würden wir nacheinander mit drei verschiedenen Personen herumknutschen, um schließlich mit der letzten dieser Personen in einer dunklen Ecke des Raumes den Geschlechtsakt zu vollziehen. Das verwirrte uns allerdings dermaßen, daß wir schnell verschwänden, nachdem diese Person, von der wir weiter nichts wüßten, als welchem Geschlecht sie angehört, das aber sicher, ihrerseits schnell verschwunden wäre. Aufs Unisex-Klo, hätte die Person gesagt. Wir würden den Moment nutzen, um unsererseits hinauszuhasten, es wäre sechs Uhr morgens, es wäre hell, die gelben Lichter vieler Taxis leuchteten grell. Wir sähen das nur aus den Augenwinkeln, während wir zur S-Bahn rennten, schnell, in vertrautes Gefilde, das heißt, uns vom Acker machten, fort, nur fort, weit fort (nach Hause). Das wäre dann schmutziger Sex gewesen, nicht wahr? Beziehungsweise »anonymer Sex«, das ist der Fachausdruck. Ein roher Akt, aber keiner der Roheit! Ficken auf Beton halt, Sex im Krach. Wir wären um ein Erleb­nis reicher. Von dem würden wir den Enkeln nicht erzählen wollen, sollten wir einmal welche haben, doch könnten wir davon zehren, weil wir mit Gewißheit wüßten, auch einmal jung gewesen zu sein.