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Freitag, 12. August 2016

An einem Wochenende wie diesem

Eigentlich habe ich nichts zu berichten. Ich freue mich wie Ihr alle auf das Wochenende und darauf, etwas Distanz zu gewinnen zum Alltag und zu all dem, was mich beschäftigen mag.
Heute Abend gehe ich essen und trinke dazu ein feines Glas Wein in angenehmer weiblicher Begleitung.
Wir werden im Garten eines lauschigen Bistros sein und über dieses und jenes debattieren.
Wir werden jeden Gang geniessen, staunen, lachen, schweigen.
Später, vielleicht, werden wir zusammen schlafen.
Am Samstag wird ausgeschlafen, dann ausgiebig gefrühstückt mit allem, was dazu gehört. Dann bin ich wieder allein bzw. abends mit meiner Tochter zusammen: zusammen kochen, berichten, Wäsche erledigen. Dann ein Film?
Sonntag? Alles noch offen, vielleicht schwimmen im grünen Fluss?
So wird das sein an diesem gewöhnlichen Wochenende.

Sonntag, 29. Mai 2016

Sonntagabend

Sonntagabend, du erinnerst mich daran, wie die Zeit davon rennt.
Dich, Zeit, kann ich nicht bändigen, nur etwas besänftigen,
indem ich den schönen grauen Wolken zuschaue. 

Mittwoch, 4. Mai 2016

Runterfahren

Wunderbar, ein paar freie Tage vor sich zu haben.
Einfach mal runterfahren.
Nichts müssen.
Aus der Berlinreise wird nichts, vielmehr zieht es mich nun in die Zentralschweiz:
See, Berge - sein.
Abends schlemmen und den schweren Wein geniessen.
Und sich für die Ekstase öffnen. 

Samstag, 23. April 2016

Samstagsmelancholie

Melancholie des Samstags:
einkaufen, auch dort, wo man bereits als Kind aus und ein ging.
Sich treiben lassen vom Wind, der durch die Altstadtgassen weht.
Sich spontan an einen Tisch setzen und die nette Bedienung um einen Kaffee bitten.
Die Wolken nicht aus den Augen lassen.
Zeitung lesen, den Sportteil auslassend.
Nicht an die Zeit denken, Nein!
Und plötzlich erinnert man sich
an Begebenheiten, die lässt vergessen sind.
Wildes Durcheinander, unstrukturiert, die Gegenwart vergessend.
Hotelzimmer mit Blick auf Autobahn und Rhein.
Heitere Gelassenheit in Wien.
Berlin, immer wieder Berlin.
Der Samstag als Ausnahmetag.

Samstag, 2. April 2016

Ein Lebenszeichen

Ich habe mir vorgenommen, einfach mal wieder hinzusitzen, den Computer hochzufahren und schauen, ob ich etwas schreiben kann. Was schreibt jemand, dem es grundsätzlich gut geht? Ich kann nur schreiben, wenn ich im Nebel bin. Und dennoch will ich mich aufraffen, obwohl ich eine Zeit lang mit dem Gedanken spielte, dieses Tagebuch einfach zu schliessen. Wäre es physisch vorhanden, ich hätte es, vielleicht, verbrannt.


Samstag. Die Einkäufe sind erledigt. Dann gelesen (NZZ, die Zeit, FAZ).
Ein Bierchen getrunken (aus Mexiko), die Tochter mit einer Freundin in der Stadt.


Bewölkt, mild.
Vor mir ein verlängertes Wochenende (einfach so).
Ich war übrigens schon seit Monaten nicht mehr in der Oper. Sie fehlt mir, weil ich ein emotionaler Mensch bin. Doch demnächst: Cosi fan tutte.
Vielleicht gehe ich über Auffahrt nach Berlin. Immer wieder lockt das Brandenburger Tor, der Prenzlauer Berg. Und die Komische Oper. Figaros Hochzeit steht dann auf dem Programm.
Ich habe Lust, wieder einmal gepflegt beschwipst zu sein. Dann kann ich die Gedanken klarer ordnen und bin viel ehrlicher zu mir selbst. Wenn ich betrunken bin, sehne ich mich nach einer Pagagena, nach grenzenlosem Leben, nach der Ektase. Nicht nur dann, aber vor allem dann.
Wer gerne gut und lange isst, dem empfehle ich übrigens Tim Raue in Berlin. Ich liebe es, bei ihm stundenlang zu dinieren. Und vom köstlichen Wein zu kosten und dann leicht schwankend und mit einem neckischen Scherzlied auf den Lippen ins Taxi zu steigen und ins Hotel zu fahren.
Ein erhabenes Gefühl, für einen Moment in der Illusion zu leben, es gebe 1000 Sommer. Es gebe kein beschwerliches Alter. Nicht unbedingt ewige Jugend, aber doch: man bleibt fit, vor allem geistig. Und man liebt, immer wieder, und lässt sich fallen in die Netze der Begierden.
Die Zeit vergeht gnadenlos. Ich höre das Ticken. Manchmal blende ich es einfach aus. Und lebe ganz unbeschwert. So wie in letzter Zeit, wissend, dass nichts von Dauer ist.
Mögen alle, die hier lesen, ein schönes Wochenende haben.


PS ich weiss nicht, ob ich "an die Liebe glauben" soll.

Sonntag, 1. November 2015

Wortlosigkeit

Einmal mehr bin ich wortlos, wenn es darum ginge, einen Text für das Tagebuch zu verfassen. Worüber sollte ich schreiben, müsste ich schreiben?
Mögliche Stichworte: gutes Wochenende. Wenig gegessen, kein Alkohol getrunken, also diesbezüglich zwinglianisch gelebt.
Einmal Sex gehabt, spätnachmittags: berauschend.


Heute war Reformationssonntag.


Morgen beginnt wieder eine neue Woche: keine wirkliche Lust auf Arbeit.
Korsettgefühle.
So fühlt sich Leben an.
Und nur selten bin ich traurig, und wenn, dann ohne ersichtlichen Grund.

Sonntag, 7. September 2014

Verlangen und Melancholie


Gestern, nach einer schönen Bergwanderung mit anschliessendem Rockkonzert vor geradezu kitschiger Landschaft (Mondscheinnacht, See und Berge) sauge ich mich heute mit Kirchhoffs neuen Roman -Melancholie und Verlangen- voll. Wiederum eine wahre Fundgrube lebenskluger Sätze und mit einer Geschichte, wie sie nur gelebtes Leben schreiben kann. Und dies lesend bei wunderbarer Herbstsonne, "immerzu lachend (...) mit dem Blau der falschen Unsterblichkeit" (Bodo Kirchhoff, Verlangen und Melancholie, S. 118).

Sonntag, 12. Januar 2014

Vom Januarloch

Das Januarloch hat auch mich geschluckt: ich lebe soweit ganz gut, aber eher uninspiriert. Sich treiben lassen als gegenwärtiges Lebensgefühl. Der in der Luft liegende Duft des Vorfrühlings führt zu kurzen Momenten des Übermuts. Nachmittage des Wochenendes werden so zu imaginären Ewigkeitsmomenten und verführen zu allerlei frivolen Gedankengängen. Scheinbar nichts kann mich aus der Ruhe bringen, aktuell zumindest.
Alles oder doch zumindest vieles scheint möglich zu sein.
Wer weiss. 

Montag, 9. Dezember 2013

Ratlos

Zurück aus Zürich. Letztendlich frage ich mich, was ich dort gesucht habe. Mehr fällt mir dazu im Moment nicht ein. 

Freitag, 8. November 2013

Vom Hoffen

Wie ich einem lieben Menschen soeben schrieb:

Ich werde dieses Wochenende lesen, sein. laufen. Und manchmal etwas weinen, mich der Vergänglichkeit stellen, trauern um die verlorene Zeit, die verflossene Zeit, nicht wissend, was ich wirklich in den letzten Jahren gemacht und erreicht habe, die bange Frage nach dem allenfalls verlorenen Jahrzehnt. Die verpassten Möglichkeiten und die Angst, immer wieder diese Angst, den passenden, ja entscheidenden Moment schlicht zu verpassen bzw nicht zu erkennen. Ja, nicht zu erkennen!

Und hoffen, dass noch Manches möglich ist, Ewigkeit im Augenblick, das Leben wirklich leben, nicht immer mental die Handbremse tätigen, Mensch sein und damit Mut haben, Fehler zu begehen, umfallen, wieder aufstehen. Intensiver Regen beruhigt mich, so wie jetzt.
Das Sterben macht mir jetzt keine Angst, morgen mag es wieder anders sein. Was mir hingegen Angst macht: die absolute Einsamkeit inmitten vieler Menschen, die mich umgeben.
Das muss die Hölle sein. 

Sonntag, 27. Oktober 2013

Vom Sonntag

Leere. 
Aber nicht niedergeschlagen. 
Nur zeitweise.
Winterzeit, 
Eindunkeln spätnachmittags.
Lust auf Wald, Lust auf verwelkte Blätter. 
Und nicht grübeln, 
bitte nicht grübeln. 

Sonntag, 20. Oktober 2013

Vom Abladen

In einem Moment des Alleinseins konnte ich heute Nachmittag wieder abladen: es tut gut, sich seiner Tränen, und sei es nur für einen Augenblick, zu entledigen. Nun fühle ich mich etwas entspannter, meine Tochter und ich kochen zusammen und erzählen uns Räubergeschichten. Ich bin bei allem Tun stets auf der Lauer, keine Bilder aufkommen zu lassen, das Spüren ihrer Omnipräsenz will und kann ich aber nicht aus der Welt kippen, das gehört jetzt zu meinem Leben, heute, morgen, ich weiss nicht wie lange.

Ich möchte am Liebsten weg sein -
und bleibe am Liebsten hier. 
Wolf Biermann

Sonntag, 13. Oktober 2013

Wunschliste (nicht abschliessend)

Manchmal möchte ich
alles vergessen können,
nur noch spielen,
unbekümmert sein,
voraussetzungslos geliebt werden,
frei von wirtschaftlichem Druck sein,
nicht immer denken müssen,
einfach sein.

Heute Sonntag stattdessen
Kopfschmerzen,
gedankenversunken,
melancholisch,
wartend,
von innerer Unruhe getrieben,
In zweifelnder Erwartung vor der nächsten Nacht.

Was tun?
Schwimmen gehen,
in der Sauna herumliegen,
im Wildwasser herumalbern
und mit Kindern um die Wette tauchen.
Abends zum Thailänder
und auf eine ruhige Nacht hoffen.

Samstag, 12. Oktober 2013

Vom Nichts

Gott, ist das grau und nass heute Morgen. Aber ich kann nicht länger im Bett herumliegen. Das Nichts als Ausdruck innerer Leere, dem ich jetzt -und wohl wie lange?- begegnen werde, lässt mir keine Ruhe. Ich muss die Wohnung putzen und dann umstellen, dieses Möbel da und dieses dort müssen andere Standorte einnehmen. Nur das Aktivsein -schreiben, aufräumen, essen, lesen, was auch immer- rettet mich vor dem noch grösseren Nichts.

Programm an diesem Samstagmorgen (in dieser Reihenfolge):
duschen; frühstücken; Zeitung lesen; putzen; umstellen; waschen; Bruder treffen und Mutter besuchen.

Und ja: das Nichts offenbart sich im Schweigen. 

Freitag, 4. Oktober 2013

Vor dem Schlafen

Nächtlicher Regen setzt ein. Intensiv prasselt es gegen die Dachfenster. Noch ist es mild, die Terrassentüre  steht weit offen. Was mag die Nacht bringen, was der morgige Tag?
Der kürzliche Besuch im Altersheim hat mich im übrigen wieder einmal deprimiert. So begegne ich immer wieder jenem Mann, der ganz offensichtlich stets sein Bier trinkt. Er sitzt da, etwas gedankenversunken, und wartet. Besuch für ihn hätte ich nie registriert. Sein Gesicht will nicht zum Altersheim passen, einzig sein Gang lässt den Schluss zu, dass er schon älter sein mag. Irgendwann werden wir alle im Wartsaal Platz nehmen und auf den Tod warten, niemand kann das wegdiskutieren oder klein herbeireden. Und nachmittags spielen wir dann Karten, gehen spazieren, singen vielleicht auch, oder trinken einfach unser Bierchen. Und Punkt 1730 Uhr gibt es das Abendbrot. Und sonntags, wenn wir Glück haben, holt uns jemand -Sohn? Tochter? Schwiegersohn, Schwiegertochter?- ab und lädt uns zum Sonntagsbraten ein, dazu weich gekochtes Gemüse und Reis. Und spätestens um 1630 Uhr sind wir wieder zurück und warten auf das Abendbrot. Und auf anderes mehr - bewusst oder unbewusst. 

Sonntag, 29. September 2013

grauer Sonntag

Stille liegt über der Landschaft.
Nebelschwaden da und dort.
Krähen drehen ihre Runden.
Melancholie des Augenblicks.
Lust auf Bewegung,
Lust auf Trägheit.
Grüntee trinken und an nichts denken müssen.
Im Wald die gefallenen Blätter in die Hände nehmen
und den Geschmack von Rinde inhalieren.
Und im Ohr Edith Piaf:
Nein, ich bereue nichts, weder das Gute noch das Böse,
das mir widerfuhr.
Das ist mir alles egal. 

Samstag, 28. September 2013

Sorgenfreier Samstagabend

Der Radiomoderator wünscht allen einen "sorgenfreien Samstagabend".
Was wäre denn dies, ein sorgenfreier Abend?
Dass man einfach keine Sorgen hat
oder diese zumindest am Samstagabend auf die Seite legen kann?

Ich wünschte mir einen sorgenfreien Abend.
Einfach so - entspannt und ganz gegenwärtig.
Ja, das muss es sein:
ganz gegenwärtig. 

Samstag, 7. September 2013

Einsichten am Samstagabend

Ich mag es nicht, jene Unzugänglichkeit, mit der man Menschen auf Distanz hält. Dieses kalkulierte Spiel um Nähe und Distanz, das im Wesentlichen ein Ziel kennt: Machtdemonstration.
***
Wenn man es denn kann, so tut es durchaus gut, sich in den Schlaf zu retten. Nicht mehr denken müssen, nicht mehr im Hamsterrad seine Runden drehen, nicht mehr mit beklemmenden Gefühlen durch die Wohnung hin und her laufen. Schlaf, erlöse uns. Immer wieder. Wenigstens abends ab 23 Uhr.
***
Bewusstes Schweigen ist eine an sich sehr merkwürdige Handlung. Schweigen ist zwar auch eine Antwort, aber immer eine unbefriedigende, da rätselhaft und letztlich nicht fassbar. So wie Gott - so es ihn überhaupt gibt - schweigt, mag es hier noch so absurd zu und her gehen. Schweigen als absolute, geheimnisvolle und kaum zu überbietende Machtdemonstration.
***
Manchmal ertrag ich den Samstagabendblues nicht, jene Melodie, die bloss aus Erwartungen und Hoffnungen besteht und in schrillem Dur dumpfe Glückseligkeit verspricht. 

Sonntag, 25. August 2013

Arbeiten...

lenkt ab.
Erzwungene Konzentration.
Fokus auf Nüchternheit, Zahlen und Fakten,
jenseits von spekulativen Konstrukten.
Ich zwinge mich dazu.
Am grossen Küchentisch lässt es sich auch sonntags arbeiten.
Sicht auf die dunklen Wolken, durch die sich auch die Sonne bemerkbar macht.
Jetzt bitte nur funktionieren.
Und keine Erwartungen, keine.
Höchstens an den Bericht, der mich antreibt und vergessen lässt. 

Sonntag, 21. Juli 2013

Liebeserklärung an einen Fluss

Und jetzt ist wieder die Aare gefragt.
Ich liebe sie.
Ihre wunderbar kühlende Temperatur.
Ihr sauberes Wasser.
Ihre Fische.
Ihre Landschaft.
Ihre Kraft und ihre Ruhe.

I spent some weeks in Switzerland singing, and living in Bern.almost every day I walked to the river Aare, which flows around the old city. Along with hundreds of local people I dived into the fresh Alpine water to swim and float in the cool current. VERY cool and refreshing and a great experience each day. All the best things in life are simple and free, like swimming in the Aare. Happy days, riverdays...Luka


Ich unterstreiche:
All the best things in life are simple and free, like swimming in the Aare.