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Samstag, 19. Januar 2013

Catherine Leonard

Catherine Leonard: Piano
Und jetzt noch dies, weil es so wunderbar zur Stimmung passt.
Zauberhände, die zauberhafte Musik spielen.

Sonntag, 8. April 2012

Frohe Ostern


Ich mag Bach - nicht nur zu Ostern.
Wünsche allen ein erfolgreiches Ostereiersuchen ! :-)

Samstag, 3. Dezember 2011

Julia Fischer













So stelle ich mir heute einen gelungenen Samstagvormittag vor.

Frühstücken
mit dem Duft frischer Brötchen in der Nase.

Und aus den Lautsprechern die subtilen Klänge von Julia Fischer.
Sarabande von Bach (Deep Purple experimentierten damit).

Der Regen hat aufgehört, der Himmel lichtet sich.
Es ist Zeit, das Weite zu suchen, auf durchnässten Böden zu wandern.

Und in den Ohren die Klänge von Julia Fischer.
Immer wieder.

Dienstag, 6. September 2011

Gute-Nacht-Lied

Heute Abend bevorzuge ich die subtilen Klänge eines Johann Sebastian Bach.
Ich höre aus ihnen vollendete Melancholie und absolute Gewissheit.
Schlicht grandios.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Innere Leere

Es gibt Momente, da spüre ich nur noch eine innere Leere. So wie jetzt. Ich hatte durchaus einen guten Tag, ich konnte lachen, herumspringen, fröhlich sein, und heute Abend erwartet mich ein einfaches, aber leckeres Essen bei einem kühlen Weissen. Dennoch erfasst mich zeitweise diese sonderbare Leere, gegen die ich mich gar nicht mehr wehre, da dies ein sinnloses Unterfangen wäre. Sie stimmt mich nicht traurig, sondern verursacht in mir vielmehr eine gewisse Teilnahmslosigkeit: ich bin dann einfach nur da, ich existiere, einer Pflanze gleich, ohne Emotionen, Träume oder Hoffnungen. Und damit grundsätzlich auch ohne der Gefahr ausgesetzt zu sein, verletzt zu werden - zumindest für einen Moment.

Freitag, 28. Mai 2010

vegetieren?

Ich bin soeben aus tiefem Schlaf erwacht. Manchmal braucht meine Tochter eine Begleitung während ihres Einschlafens, nun bin ich also tatsächlich mit ihr eingeschlafen - und kurz vor Mitternacht mit schwerem Kopf aufgewacht.

Heute Abend war meine Exfrau hier. Wir haben zusammen einen schweren Burgunder getrunken und dazu geplaudert. Sie will, wie ich, viel vom Leben, sehnt sich nach Liebe und Geborgenheit. Nun frage ich mich, ob es nicht sinnvoller, nein befreiender wäre, wenn man schlicht nichts mehr vom Leben erwarten würde. Einfach bloss da sein, wie eine Pflanze, in einem gewissen Sinne also vegetieren, dabei seinen Pflichten nachkommend (man funktioniert bloss noch), doch ansonsten: nichts, vor allem: bloss keine Erwartungen haben, weil nur diese Lebenseinstellung vor Enttäuschungen schützt. Das hiesse also: nur noch blosse Existenz, aufstehen, arbeiten, essen, seinen täglichen Pflichten nachgehen, einkaufen, essen, schlafen. Fertig. Also frühzeitig mit dem Leben abschliessen.

Ich kann es nicht.

Dafür leide ich am Leben. Unerfüllte Sehnsucht macht sich breit. Weinen kann ich jetzt nicht, obwohl es mir so gut täte. Ich strecke meine Hand aus und greife doch nur ins Leere. Ich bin hier und doch ganz woanders, nämlich dort, wo ich nicht sein dürfte, weil jener Raum schon lange besetzt ist. Die Türe ist fest verschlossen. Panzertüre.

Aus der Ferne ein liebevolles zärtliches Winken zu verzeichnen, und doch unnahbar.
Ich winke zärtlich zurück.
Es tut so gut, und tut so weh.

Sonntag, 28. März 2010

Sonntagsbilanz

Sonntag - wenn ich eine Sonntgsbilanz ziehen müsste, würde sie lauten: gemütlich, aber letztlich von Traurigkeit geprägt. Morgens das übliche Sonntagsritual mit den Zeitungen, die Tochter spielt, zeitweise auch mit mir, dann kommt das Sonntagsmärchen auf KIKA, derweil ich das Mittagessen zubereite, dies mit Unterstützung meiner Exfrau, die inzwischen angekommen ist. Wir plaudern über dieses und jenes und haben auch beschlossen, im Sommer gemeinsam in die Ferien zu fahren an die Ostsee. Dann: essen, schwatzen, Küche wieder aufräumen, meine Exfrau geht dann wieder, ich spiele noch etwas mit der Tochter. Eine Stunde später brechen wir auf, um an ein Konzert zu gehen ("Bach und seine Söhne"). Meine Exfrau ist auch dabei, sie liebt den guten JS Bach auch. Die Tochter ist müde, ihr gefällt Bach auch, aber was seine Söhne komponiert haben, weniger, und ich muss sagen: mir gefällts auch nicht, die Musik lässt mich kalt. Nach dem Konzert gehen wir nach Hause, diesmal getrennte Wege, die Tochter ist noch heute Abend bei mir. Zu Hause angekommen: Nachtessen zubereiten, die Kleine duscht noch, dann das übliche Abendritual. Das war also mein Sonntag.
Nun sagt mir meine Vernunft bzw. meine Müdigkeit, dass ich ins Bett gehen sollte, aber ich mag nicht ins Bett gehen. Ich bin in einem gewissen Sinne unzufrieden, den Gedanken an nächste Woche verdränge ich, so gut es geht. Ich bin ausgelaugt, verspüre tiefe Sehnsucht in mir, kann sie aber nicht genau benennen, es ist Sehnsucht nach Ruhe, Verlässlichkeit, Liebe, Geborgenheit. Die berühmte Schulter, an die man sich eben anlehnen kann. Doch da ist nichts dergleichen vorhanden. Affären genügen mir nicht, die brauche ich zwar auch, weil ich nun mal ein Mensch bin mit einem Sexualtrieb, der noch da ist und mich manchmal gehörig aufpeitscht. Aber das allein kann es ja nicht gewesen sein. Nihilismus macht sich breit, zeitweise zumindest. Es bleibt mir nichts anderes übrig, als da durchzugehen, es ist eine Wanderung ohne klares Ziel, ohne erkennbare Perspektive, die Wetterverhältnisse sind weitgehend unbekannt, alles in allem eine eher unangenehme Reise, die ich antrete bzw. seit langem mache. So werde ich diesen verfluchten Montag bald in Angriff nehmen, werde aufstehen, mich duschen, rasieren, halt das übliche Ritual des Morgens durchlaufen, die Kleine dann wecken, Frühstücken, zum Schulhaus laufen, dann den Tag in Angriff nehmen.
Und bei all dem werde ich mir sagen: schon wieder eine Woche vorüber, schon wieder eine neue Woche bevorstehend. Das Leben als etwas immer Wiederkehrendes...und ich denke an die Worte Nietzsches:
„Dieses Leben, wie du es jetzt lebst und gelebt hast, wirst du noch einmal und noch unzählige Male leben müssen; und es wird nichts Neues daran sein, sondern jeder Schmerz und jede Lust und jeder Gedanke und Seufzer und alles unsäglich Kleine und Grosse deines Lebens muss dir wiederkommen, und Alles in der selben Reihe und Folge – und ebenso diese Spinne und dieses Mondlicht zwischen den Bäumen, und ebenso dieser Augenblick und ich selber. Die ewige Sanduhr des Daseins wird immer wieder umgedreht – und du mit ihr, Stäubchen vom Staube!“

Samstag, 27. März 2010

Treten vor Ort

Heute war dieses Frühlingsfest auf dem Schulhausareal. Bei regnerischem und kühlem Wetter spielten und johlten die Kinder, verkauften dieses oder jenes, dort ein Stand mit würzigen Speisen, hier ein Stand mit Sirup aus biologischer Produktion, dort eine Schülerband, hier ein Zeichnungswettbewerb für Kindergartenkinder. Ich begegne allerlei Leuten, ein Gruss hier, ein Schwätzchen dort. Ich beobachte, wie meine Tochter mit grosser Lebensfreude umher springt und spielt und von wilden Buben gejagt wird. Eine schöne Stimmung, und gleichzeitig spüre ich wiederum dieses sonderbare Gefühl absoluter Einsamkeit. Dunkle Wolken ziehen über uns, der kalte Wind durchdringt die Kleider, grau ist es.

Womit beschäftige ich mich aktuell in meinem Leben? Was tue ich hauptsächlich? Eigentlich bin ich zur Zeit vor allem Vater, dies ist meine Hauptfunktion. Darüber hinaus gehe ich meinem Beruf nach, ohne Freude allerdings, ich will da raus und suche intensiv nach einer neuen Herausforderung. Ansonsten ist wenig auszumachen, Routine, Alltag.

Was mich tröstet ist schreiben und Musik. Aber es bleibt Trost, mehr nicht. Und ich erlebe auch immer wieder Enttäuschungen und tappe immer wieder in die Falle des Wartenden. Ich hasse es zu warten, weil warten ein Zustand der Abhängigkeit ist. Aber so autonom und frei von äusseren Einflüssen, wie ich gerne sein möchte, bin ich nicht. Die Sehnsucht nach Stabilität und Verbindlichkeit ist stark und lässt sich nicht verleugnen. Ich wehre mich ja auch nicht dagegen, nur erlebe ich die Welt - meine Welt- als eben gerade instabil und wenig berechenbar. Die Verlässlichkeit, nach der ich mich sehne, bleibt aus, es kommt mir vor, als sei vieles, ja alles im Unverbindlichen und Vorläufigen. Ja, Unverbindlichkeit und Instabilität als sichere Werte, so paradox dies klingen mag.

Gegengifte: Musik. Heute Abend bin ich in einer sehr eigentümlichen Stimmung, die nach Bach ruft. Bach beruhigt und nimmt meine melancholische Stimmung ganz auf, ich kann mich von seiner Musik treiben lassen, sie entführt mich in ganz andere Sphären jenseits jeglicher Beschreibungen. Mozart treibt mich an, Bach hingegen holt mich genau dort ab, wo ich stehe.
Und wenn dann noch Hilary Hahn, die oben auf dem Bild zu sehen ist, Bach spielt, bin ich ganz und gar weg. Nicht mehr ansprechbar. Genau das brauche ich jetzt noch heute Abend vor dem Einschlafen.