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Dienstag, 10. Dezember 2013

Hingabe

In Ergänzung zur Schattentänzerin:

Hingabe hat nichts mit Geilheit zu tun, auch nichts mit Schwäche,
im Gegenteil:
nur aus Stärke heraus ist Hingabe denkbar.
Wer schwach ist, kann sich nicht hingeben,
denn dies würde ihm bloss Furcht einflössen.
Hingabe ist Ausdruck von Vertrauen,
Hingabe ist letztlich Ausdruck von Liebe.
Wer sich ganz der Kunst hingibt,
wird sie auch durchdringen können.
Das Klavierspiel einer Hélène Grimaud
ist Ausdruck
tiefster Hingebung:
anders liesse sich ihr Spiel nicht erklären.

Freitag, 22. Februar 2013

Kleiner Willkommensgruss

Liebe Christianna, liebe Traumtänzerin Schattentänzerin: ich sage ganz schicht: Willkommen!
Gerne werde ich auch Eure Blogs besuchen und Eure Texte lesen.
Übrigens: Kommentare sind erwünscht  -  Danke und gute Lektüre. 

Samstag, 16. Februar 2013

Jeder nach seiner Façon

Samstagmorgen.
Ausgeschlafen, gefrühstückt.
Mädchen im Haus - ihr Spiel ist manchmal laut und voller Kicher.
Leben.

Ich nutze die Zeit
und lese da und dort Blogs.
Was ich dabei auch entdecke:
Selbstdarsteller, die glauben, infolge Potenzstörungen ihren BMW im Netz präsentieren zu müssen, ihre jüngsten Einkäufe an der Zürcher Bahnhofstrasse (mit der obligaten Louis Vuitton-Tasche) und ihre damit einhergehenden Lebensweisheiten, das Ganze gewürzt mit nicht verstandenen Goethe-Zitaten. Sie glauben, mit dem Kauf teuren Weins im Globus hätten sie auch den guten Geschmack gekauft.

Ich bin sehr wohl offen für hedonistische Lebensmomente. Doch wenn die Oberflächlichkeit zum kategorischen Imperativ erklärt wird, habe ich meine liebe Mühe damit. Doch ich weiss: jeder soll nach seiner Façon selig werden. 

Montag, 11. Februar 2013

Vom Doppel-S

Ich habe heute eine interessante Mail erhalten, die ich hier veröffentliche, weil der Inhalt nicht persönlicher Natur ist, sondern sich vielmehr mit meiner Schreibweise bezüglich des Doppel-s beschäftigt:


Wann immer ich Beiträge Deines Blogs lese, fällt mir auf, dass Du die korrekte Schreibweise von "ss" bzw. "ß" ignorierst. Und ich frage mich warum, wo Du doch sonst ein großer Verfechter der Einhaltung von Spielregeln bist. Nur für den Fall, dass es Dich interessiert: Nach der gültigen neuen Rechtschreibung wird dieser Doppellaut nach einem langgesprochenen Vokal oder Diphthong mit einem "ß" geschrieben und nach einem kurzen Vokal mit "ss" verschriftet.

Das "Doppel-S" (oder auch scharfes s genannt) wird in der Schweiz seit gut 40 Jahren nicht mehr verwendet. Zuletzt wurde es von der Neuen Zürcher Zeitung, meinem "Leibblatt", verwendet, ehe es 1974 auch da gänzlich aus dem Schriftbild verschwand. An Schulen und Universitäten ist das Doppel-S bei uns kein Thema, und ich wage zu behaupten, dass auch in Deutschland (und Österreich) dessen Verwendung zusehends anachronistisch wirkt. Ich denke, dass es sich hier um einen alten Zopf handelt, den man schadlos abschneiden kann. Übrigens: meine Tastatur verfügt nicht über das Doppel-S. Ich trage es mit Fassung.

Freitag, 8. Februar 2013

Notizen kreuz und quer

Zeitweise nötigt es mich in einem gewissen Sinne, zu schreiben. Darum auch dieses elektronische Tagebuch, das ich als Sudelheft bezeichne: ich feile nicht lange an meinen Texten herum, sondern male bewusst mit groben Pinselstrichen. Ich bin mit anderen Worten ein Handwerker, kein Architekt, der den Anspruch hätte, Texte wohlfeil konstruieren zu wollen. Nicht selten kann es passieren, dass ich wenige Tage später eigene Texte widerrufen möchte. So kann ich über meine Texte staunen, den Kopf schütteln, mich entsetzt zeigen. Beinahe alle Reaktionsmuster sind denkbar. Witzig wäre es, die eigenen Texte direkt zu kommentieren, mithin mit sich selbst in einen Dialog zu treten. Das mache ich zwar, aber stets bloss für mich im Kopf, mittels innerer Dialoge sozusagen. Und indem ich es tue, komme ich mir selbst auf die Spur. Oder eben gerade nicht. Schreiben ist so gesehen in jedem Fall ein Abenteuer, ein Prozess des Suchens, manchmal auch des Scheiterns.

Dieses Schreiben hat auch dazu geführt, dass ich zeitweise mit mir bislang völlig unbekannten Menschen in Kontakt trete. Daraus entwickelten sich auch reale Begegnungen, Freundschaften, ja feurige Begierden. Phasenweise zumindest, temporär. Aber es blieb dabei: die reale Welt neckte bloss, Lebenswege kreuzten sich irgendwo in der unendlichen Weite des Raumes, um sich bald wieder auseinander zu bewegen.
Vor etlichen Monaten -ich weiss den genauen Zeitpunkt nicht mehr- erreichte mich eine Mail, in der eine Frau den Vorschlag nach regelmässigem Gedankenaustausch machte. Meine Antwort muss sie enttäuscht haben, denn ich teilte ihr mit, dass ich dies sehr wohl und gerne tun könne, aber nicht in regelmässigen Abständen. Das war ihr zu wenig. Schade eigentlich. Denn weniger kann oftmals mehr sein. Überhaupt, diese Bloggerwelt. Ich lese zur Entspannung gerne verschiedene Blogs und stelle dabei fest, dass die allermeisten von Frauen geschrieben werden. Blogs von Männer sprechen mich demgegenüber weniger an, abgesehen von einzelnen Ausnahmen. Dies nur als flüchtige Randbemerkung. Komisch übrigens, dass jene direkten Kontakte, die ich via dieser Bloggerwelt habe, nach Deutschland führen.
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In letzter Zeit schlafe ich schlecht. Ich erkenne keinen objektiven Grund für diesen Zustand. Nachts wache ich auf, meistens ist es 0330 Uhr. Ich kann tun, was ich will: ein Weiterschlafen ist nicht möglich, und wenn doch, dann gegen 0500 Uhr...und eine Stunde später klingelt der Wecker. Genauer: die 0600-Nachrichten wecken mich. Auch bei Katastrophenmeldungen bleibe ich jeweils ruhig liegen, was nicht heisst, dass ich abgebrüht wäre. Morgens nehme ich die Welt vielleicht weniger intensiv wahr als tagsüber.
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Ich bin ferienreif. Doch Ferien kann ich aktuell keine beziehen. Ich warte und hoffe auf den April. Vielleicht reicht es bis dann für einen kleinen Trip nach Berlin oder Hamburg. Es gefällt mir, in einer Stadt, in der mich kein Mensch (oder fast keiner) kennt, mich einfach irgendwo hinzusetzen, die Zeitung hervorzunehmen, ein Glas Wein zu trinken und einfach die Grossstadt auf mich einwirken zu lassen, für einen Moment Teil ihres pulsierenden Lebens zu werden, ohne dass ich aber mit ihr näher verbandelt sein müsste. Und fremde Menschen anzusprechen, für einen kurzen Moment Einblick in ihr Leben zu erhalten, nicht aus voyeuristischen Motiven, sondern aus Interesse, wie es auch sein könnte mit dem eigenen Leben. Dann stelle ich mir vor: ich könnte irgendwo an der Chausseestrasse in Berlin leben, in einem Verlag arbeiten. Vielleicht hätte ich drei Kinder, eine Frau und einen Hund. Und bald würde sich aber auch an der Chausseestrasse die Routine bemerkbar machen. Der Alltag. Ich sehe keine Fluchtmöglichkeiten. Jeder muss sein Leben leben, der ihm, wie auch immer, auferlegt worden ist. Gewiss, es gibt so etwas wie Freiheit, freier Wille und Gestaltungskraft. Aber wir können nicht aus unserer Haut. Ich jedenfalls kann es nicht, und ich weiss nicht einmal, ob dies überhaupt erstrebenswert wäre. Und doch: die Vorstellung, die Biografie zumindest für einen Moment auszutauschen, mit ihr zu spielen, zu experimentieren, übt eine gewisse Faszination auf mich aus.
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Wochenende. Schnee will ich spüren, viel Schnee. Und den Geruch des kalten Winters inhalieren, den Frost auf meiner Nasenspitze erahnen. Und abends ziellos durch die Gassen ziehen, weil mein Leben genug verplant ist. Etwas Chaos tut gut.

Dienstag, 29. Januar 2013

kleiner Willkommensgruss

Herzlich Willkommen, liebe neue Leserinnen und Leser.
Und ein Kalispera meinem neuen Leser aus Griechenland mit diesem wunderschönen kleinen Lied hier. 

Mittwoch, 15. August 2012

Die jüngste Leserin

Herzlich Willkommen, Wiebke. Du bist hier womöglich die jüngste Leserin, gerade mal 13 Jahre alt bist Du. Meine Tochter, die ein paar Jährchen jünger ist, findet meine Texte alleweil etwas komisch (wie meinst du das genau, Papa?). Wie auch immer: gute Lektüre wünsch ich Dir!

Dein Blog habe ich übrigens "durchgeblättert". Gut gemacht und: weiter so! 

Dienstag, 19. Juni 2012

Nachgefragt

Übrigens, was ist aus Dir, Aenne, geworden?
Am Morgen des 1. Januars 2012 schriebst Du in Deinem Blog u.a.:
Der Silvesterabend ertrank in meinen Tränen. Und irgendwann fing mein Körper an zu rebellieren mit Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit und Schlaflosigkeit. Wie wird es weiter gehen, mit diesem neuen Jahr, von dem ich mir soviel erhoffte, erträumte und wünschte?

Gerne wüsste ich, wie es weiterging.
Weil es immer weitergehen muss.

Montag, 18. Juni 2012

Martha, 9 Jahre alt, bloggt

Und wie sie bloggt!
Toll gemacht und vor allem: weiter so, Martha! 

Neidlos stelle ich fest: die Kleine schafft es, Beiträge zu verfassen, die auch mal schon über 2'000 Kommentare nach sich ziehen....wau. 

Mittwoch, 18. Januar 2012

Kleiner Willkommensgruss

Ich begrüsse ganz herzlich die hier neu zugestossenen Leserinnen. Ich mag stille Leserinnen, aber auch und vor allem solche, die ihre Sicht der Dinge deponieren und dabei auch Widerspruch zu meinen Texten anmelden.

In diesem Sinne: Merci für aktives Mitlesen/Mitdenken/Mitstreiten!

Sonntag, 23. Oktober 2011

Willkommensgruss

Ich freue mich über die 50. Leserin - tatsächlich sind rund 90% meiner Leser/innen Frauen. Woran dies liegt, weiss ich ehrlich gesagt nicht. Auch in meinem Leben bin ich bezüglich freundschaftlicher Beziehungen mehr von Frauen umgeben als von Männern, und das ist mir auch Recht so (smile). Männerfreundschaften habe ich nur wenige, dafür beruhen sie auf eine gute und langjährige Basis gegenseitigen Vertrauens. Doch mein bester Kumpel ist und bleibt eine Frau.