Sonntag, 17. November 2013
Wie ich am 24. November stimmen werde
Mittwoch, 7. November 2012
Was klein beginnt....
One voice can change a room. And if a voice can change a room it can change a city. And if it can change a city it can change a state. And if it can change a state it can change the nation. And if it can change the nation it can change the world.
Wer wollte dem widersprechen?
Mittwoch, 19. September 2012
Erzkatholisch und so furchtbar korrekt
Irgendwie geht mir in letzter Zeit dieses penetrante Zelebrieren von politischer Korrektheit auf den Wecker. Die Tugendwächter -unsere Tugendwächter!- melden sich in letzter Zeit vermehrt und mit aufgeschwellter Brust und klugem Gesicht zu Wort. Dabei müsste nur gesagt werden: Mist bleibt Mist. Weshalb dann die Hysterie unserer politischen Behörden? Mist stinkt, das genügt vollends als Argument.
Hätten Sie nicht irgendein Image für mich,
irgendsowas, was man vor sich hertragen kann?
Ich schäm mich im Moment ganz fürchterlich -
den andern sieht man´s auch auf den ersten Blick an,
daß sie sich ständig mit was Großem abgeben
und nicht, wie der Rest der Welt, im Kleingeist ersticken.
Schließlich erkennt man die, die richtig leben,
an der richtigen Kleidung und dem richtigen Blick.
Ach, wir sind doch alle so erzkatholisch,
egal, wie frei und links wir uns geben,
ständig wolln wir unser Gewissen beruhigen,
uns vor allem ins richtige Bett reinlegen,
ständig wolln wir zeigen, wie sozial wir sind,
und wie edel, hilfreich und gut,
ständig wolln wir zeigen, wie mutig wir sind,
nur leider fehlt uns dazu ständig der Mut.
Hätten Sie vielleicht noch ein Abzeichen frei,
einen Trachtenjankerl oder´n Jutekleid,
irgendeine im Moment grade schicke Partei,
aber bitte: im Namen der Gerechtigkeit.
Vor allem aber muß es modern und liberal sein,
auch konservativ, nur es darf nicht banal sein,
dieses Mäntelchen, um das wir uns so drängen,
um es dann gemeinsam in den Wind zu hängen.
Ach, wir sind doch alle so erzkatholisch,
egal, wie frei und links wir uns geben,
ständig wolln wir unser Gewissen beruhigen,
uns vor allem ins richtige Bett reinlegen,
ständig wolln wir zeigen, wie sozial wir sind,
und wie edel, hilfreich und gut -
ach, da lob ich mir die ungeschliffene, unausgegorene,
dreckige Wut!
Sonntag, 11. Dezember 2011
Italiens Faschismus
Ein zunächst friedlicher Protestmarsch in der norditalienischen Stadt schlug am Samstagabend in Gewalt um, wie italienische Medien berichteten. Rund hundert mit Knüppeln, Steinen und Brandsätzen bewaffnete Krawallmacher attackierten das die Zigeunersiedlung und zündeten dort Autos und Häuser an. Den Berichten zufolge wurde aber niemand verletzt.
Ein 16-jähriges Mädchen hatte zuvor vorgegeben, auf dem Nachhauseweg von zwei Zigeunern vergewaltigt worden zu sein. Bei der Polizei gab sie später zu, freiwillig Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Gegenüber ihrer Familie hatte sie die Vergewaltigungsgeschichte erfunden, um den Verlust ihrer Jungfräulichkeit zu rechtfertigen. Die Familie schickte sie zu regelmässigen Kontrollen bei einem Frauenarzt.
Nach Bekanntwerden der Lüge beendete die Polizei die Gewalt gegen das Zigeunerlager und nahm zwei Männer im Alter von 20 und 59 Jahren fest. Turins Bürgermeister Piero Fassino sagte, Lynchjustiz gegen unschuldige Menschen, nur weil sie Ausländer seien, sei nicht hinnehmbar.
Man beachte:
Die Polizei beendet die Gewalt erst nach Bekanntwerden der Lüge (!!), und:
Lynchjustiz sei gegen unschuldige Menschen nicht hinnehmbar. In contrario heisst dies: wenn Menschen "schuldig" sind, ist Lynchjustiz hinnehmbar.
Dies ist heute geschehen , mitten in Europa.
Ausgerechnet in Italien.
Faschismus in Reinkultur.
Donnerstag, 6. Oktober 2011
Nur Frauen wählen
Am 23. Oktober werden wir in der Schweiz ein neues Parlament (National- und Ständerat) wählen. Seit ich das Stimm- und Wahlrecht habe, wähle ich stets dieselbe Partei, deren Mitglied ich auch bin. Und seit rund 20 Jahren wähle ich im übrigen nur deren Frauenliste. Männer wähle ich seither nicht mehr, aus grundsätzlich-politischen Überlegungen, die ich später auflisten werde. Sonntag, 11. September 2011
Mao und andere Tabus
Heute war ich mit einer chinesischen Kollegin unterwegs, einer verheirateten Mutter und Naturwissenschaftlerin, in Begleitung der Kinder. Ich kann mit ihr über alles reden, aber bitte nicht über Politik! Anfänglich reizte es mich, mit ihr über Mao zu debattieren oder über den "Grossen Sprung", über die Kulturrevolution und manch anderes mehr. 