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Donnerstag, 29. Juni 2017

schöne Wolken

Ich mag es, dass es nicht mehr so heiss ist. Wenn es regnet und graue Wolken vorbeiziehen.
Müde bin ich. Und gerade mal etwas wortkarg. 

Mittwoch, 21. Juni 2017

Im Fluss

Seit letzten Herbst habe ich nichts mehr geschrieben. Und heute habe ich das Bedürfnis, in die Tasten zu hauen. Aus einer Laune heraus. Ich lasse mich von den Sätzen treiben und weiss nicht, wohin sie mich treiben werden.

Obwohl ich nicht mehr schreibe, kommen hier immer wieder Leser, oder sind es vielmehr Leserinnen? Gerne wüsste ich etwas mehr über Euch. Und über Eure Motive, weshalb Ihr da seid.

Geht es mir gut? Soweit ja. Ich bin gesund, ich geniesse den Sommer, der viel zu heiss und zu feucht ist. Ich arbeite viel, zu viel, freue mich auf die kleinen Ablenkungen des Alltags, gehe manchmal an Konzerten, gehe essen und geniesse einen guten Tropfen Wein. Und manchmal packt mich eine nicht näher zu beschreibende Sehnsucht, die unergründlich bleibt. Und wohl bleiben muss.

Ach und die ewige Angst vor der Vergänglichkeit. Dieses Hadern. Und das Unvermögen, es letztlich zu akzeptieren. Nein, ich denke nicht ständig daran. Nur manchmal, so wie jetzt, an diesem lauen, ja warmen Sommerabend, nachdem ich mich im Fluss trieben liess und das anschliessende kühle Bier genoss.

Kürzlich war ich am Konzert von Konstantin Wecker. Eine gleichaltrige Frau spricht mich an, nennt mich beim Namen. Ich bin irritiert und gebe zu, sie nicht gleich zu erkennen. Es war meine Jugendliebe. Peinlich. Und irgendwie traurig. Dabei war sie es, die mich damals für Wecker begeistern konnte. Damals, vor über 30 Jahren. Verdammt.

Ich mag den Sommer nicht wirklich. Diese aufgezwungene Heiterkeit. Dieses Schwitzen durch alle Poren. lch habe Sehnsucht nach Bergen und kühlem Wasser. Bald bin ich wieder im Engadin.

Und sonsts?
Ich gestalte mein Leben.
Einsam bin ich nicht, doch manchmal schon. Auch wenn ich inmitten von vielen Menschen bin.
Liebe? Ach.

Mittwoch, 2. Juli 2014

Im Juli

Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben.
Das liegt wohl daran, dass ich schlicht nichts mehr zu schreiben habe.

Dabei sind viele Baustellen offen: beruflicher Umbruch, neue Liebe (die so neu auch nicht ist). Damit einhergehend: ein Gefühl des zeitweiligen Hochgefühls.

Das Gefühl, zumindest für einen Moment angekommen zu sein.

Was vor mir liegt:
Ferien bis anfangs August.
Ferien im Hochgebirge, also: Sommerfrische, und wenn ich Glück habe:
Begegnung mit dem ewigen Schnee und damit mit dem intensiven Leben (ein Lob auf die Kälte! ganz im Sinne Nietzsches).

Was ich aktuell tue: aufräumen am alten Arbeitsplatz, mich auf die neuen Herausforderungen vorbereiten. Viel lesen, zum Beispiel: wider die Natur.

Und abends wird dann und wann auf die Pauke gehauen mit Grill und schwerem Rotwein und intensiven Gesprächen.
Spurensuche.

Das Leben ist schön.
Und so traurig.
Die Liebe ist trügerisch.
Nichts ist von Dauer.
Manchmal bin ich furchtbar melancholisch.
Was täte ich ohne Mozart?
Meine Tochter ist der einzige Mensch, den ich bedingungslos liebe.
Und manchmal habe ich schlicht Angst.
Und ich vermisse dich zeitweise, zum Beispiel heute Abend.
Die Schneeballschlacht steht also bald bevor. Auf 3000 Meter über Meer.
Ich liebe das Leben. 

Sonntag, 19. August 2012

Aletschgletscher

Ich leide unter dieser Affenhitze. Grund genug, in solchen Momenten in die Berge zu flüchten. Möglichst hoch hinauf. Es kann nicht genug hoch sein.















So war ich heute auf einer Wanderung entlang des Aletschgletschers. Wenn man ihn sieht, gerät man schnell einmal ins Meditieren, und der Alltag mit seinen Problemen und Problemchen ist längst nicht mehr präsent. Von ihm geht eine atemberaubende Kraft aus, die in sich ruht. Es scheint, als stünde etwas Zeitloses vor uns. Etwas, das uns in jeder Hinsicht überleben wird. Das Menschliche und allzu Menschliche relativiert sich in seiner Gegenwart gewaltig. Umso mehr werde ich ihn wiederholt aufsuchen müssen.