Posts mit dem Label Sommer; werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sommer; werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 5. Juni 2012

Im Wald


Zeitweise fahre ich nach der Arbeit
mit meinem Fahrrad
wie verrückt durch den Wald.
Atemlosigkeit beherrscht mich.
Ich fahre, was das Zeugs hält.
Später halte ich an,
spüre meinen rasenden Puls
-tam tam, tam-tam-
und meinen kalten Schweiss
auf der Stirn.



Ich schlendere durch den Wald, das Fahrrad habe ich beim Brunnen abgestellt.
Ich mag die Rinde von Bäumen spüren,
das satte Grün der Blätter.
Es riecht nach feuchtem Holz.
Ich gehe zum Bach hinunter und spüre
das erfrischend kalte Wasser an den Füssen.
Ich höre Kinderstimmen.
Es ist Sommer.
Jetzt
nur nicht denken und nicht grübeln.
Die dunklen Wolken ziehen bald auf, ein Gewitter naht.
Leben kann schön sein, und sei es nur
für einen Augenblick.

Montag, 4. Juli 2011

Im Juli

Der Monat Juli ist ein sonderbarer Monat, jedenfalls empfinde ich ihn so. Viele haben unglaubliche Erwartungen an diesen Monat, wollen ständig auf Trab sein, wollen die Nacht zum Tag machen, wollen "etwas erleben", wollen möglichst hohe Luft- und Wassertemperaturen haben, wollen rein ins Wasser und nicht mehr raus, wollen Parties feiern und dies möglichst laut (damit alle hören, wie gut sie es doch haben). Ständig sehen sie sich genötigt, Grillabende zu organisieren. Auch Openairs und Seenachtsfeste gehören zum festen Ritual der Sommeranbeter: das ganze Land als einzige Festhütte.

Ich habe nichts gegen Grillabende einzuwenden, im Gegenteil, und Openairs mag ich auch. Aber ich mag diesen permanenten Rummel nicht, dieses Lechzen nach Hitze und Massenveranstaltungen, nach Feuerwerk und Ghettoblaser. Wie wäre es demgegenüber mit etwas mehr Beschaulichkeit, mehr Gelassenheit, ja Nüchternheit? Vermutlich haben meine Fragen auch etwas mit dem Alter zu tun.