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Montag, 23. September 2013

Berlin (Nachlese)

Berlin, Du bist meine Stadt.
Weil auch Du
viele Wunden hast.
Sichtbare und unsichtbare.
Stehe weiterhin zu Deinen Narben und tue nicht so,
als hättest Du nie die Katastrophen erlebt.
Ich will dich immer wieder
spüren
und die alten Orte, Plätze und Kneipen aufsuchen.
Kollwitzplatz.
Die Chausseestrasse
und auch
das kitschige
Nikolaiviertel.
Ich liebe es, mich bei dir treiben zu lassen.
Melancholie des Herbstes,
Melancholie des Herzens.
Und beim Brandenburger Tor
erinnere ich mich daran, wie ich
damals
vor der Mauer stand
und nicht wusste,
was denken in jenem Augenblick der absurden Welterfahrung.
Berlin, meine Sehnsucht.
Frag mich bloss nicht, weshalb. 

Dienstag, 17. September 2013

Berlin

Ich freue mich auf mein kommendes Berlin-Wochenende.
Wieder einmal im Prenzlauer Berg auf einer Bank sitzen und dem Treiben zuschauen.
Später im Hugenottenfriedhof das Grab Brechts besuchen.
Die fallenden Herbstblätter dankend wahrnehmen,
und den zügigen Wind aufs Gesicht blasen lassen. 

Das frivole Berlin geniessen,
und Orte aufsuchen, die für Kinder ungeeignet wären.
Und hoch über der Stadt einige Runden im Pool schwimmen
und dem Alltag den Abschiedskuss geben. 

Freitag, 8. Februar 2013

Goodville


Ich war noch nie in Goodville.
Doch einmal 
vielleicht
gehe ich dort hin. 
Weite Landschaften, Kornfelder.
Das Gefühl von unendlicher Bewegungsfreiheit. 
Ein gutes Gefühl. 

Montag, 4. Juni 2012

Am Flughafen


Manchmal liebe ich Abflughallen:
die grosse weite Welt
ein Kommen und Gehen
und niemand kennt mich hier.
Und manchmal
betrübt mich ihre Atmosphäre.
Fühle mich wurzellos, heimatlos.
Bedürfnis nach Nähe.
Innere Unruhe erfasst mich.
Bloss weg von hier !