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Freitag, 12. August 2016
Dienstag, 27. Dezember 2011
Mittwoch, 16. November 2011
Montag, 12. September 2011
Gute-Nacht-Lied
....ich begnüge mich nun mit kleinen Dingen.....was tot ist, beerdigen wir, und die guten Momente behalten wir in unserer Erinnerung.....ich hatte manchmal Angst, du würdest mich gänzlich vergessen....aber du bist mir nichts schuldig....
Tu me dois rien / Stefan Eicher
Dienstag, 11. Mai 2010
Vernarrt
Ich bin verliebt - ich sage dies in einem nüchternen Zustand. Es ist "einfach passiert", nichts deutete vor wenigen Wochen darauf hin, es geschah buchstäblich "unbeabsichtigt". Die Heftigkeit und die Wucht der Gefühle sind gewaltig und beeindrucken mich. Auch wenn ich wollte: ich kann mich nicht dagegen stemmen. Es ist ein berauschendes Gefühl, das mich aufwühlt und mich antreibt. Ich schlafe wenig, ich brauche offenbar weniger Schlaf als sonst. Ich spüre einen Vulkan in mir, der daran ist, auszubrechen.
Sehnsucht treibt mich an: das Bedürfnis zu schreiben, das Bedürfnis zu telefonieren, das Bedürfnis nach Nähe ist omnipräsent und zieht sich wie ein roter Faden durch meinen Alltag. Aber gleichzeitig bin ich mir auch der Begleitumstände bewusst, die alles andere als einfach sind. Ja, die Umstände, die Sachzwänge. Die lassen sich nicht wegzaubern. Ich lasse mich dadurch nicht verrückt machen, sondern stelle mich dem Fluss des Lebens. Ich muss auch, ganz im Sinne Dürrenmatts, mit der schlimmstmöglichen Wende rechnen, die dann eintreten würde, wenn, ganz trivial gesprochen, keine Zukunft möglich ist bzw. weil die Umstände sich als die stärkere Kraft erweisen. Ich habe es einfacher, ich bin ungebunden und dadurch "freier". Das heisst, ich muss mit Demut akzeptieren, was das Leben mit mir beabsichtigt. Das hat mit Fatalismus nichts zu tun, sondern vielmehr, glaube ich, mit Nüchternheit, wenigstens im Kopf. Gleichzeitig, ich gebe es zu, rebelliert das Herz. Womit ich wiederum sagen muss: ich akzeptiere meinen inneren Werter, der tief in mir sitzt und meine Ratio herausfordert und manchmal fast zur Verzweiflung bringt. Ich hoffe, dass beide sich dereinst etwas besser verstehen werden. An eine Versöhnung der beiden Kontrahenten glaube ich freilich nicht.
Ja, tu me dois rien...
Samstag, 10. April 2010
Das Unaussprechliche benennen
"Wie brauche ich deine Nähe, wie bin ich, seit ich Dich kenne, ohne deine Nähe verlassen".
Ein Satz kann so vieles zum Ausdruck bringen, innerste Gefühle präzis wiedergeben. So spricht Frieda zu K. in Kafkas Schloss. Begegnungen können unbeschreiblich bereichernd sein und den inneren Kern der Seele berühren. Zur Zeit lese ich, getrieben von innerer Unruhe, dieses und jenes, eher unsystematisch, ich suche nach Autoren, von denen ich glaube, sie hätten mir etwas zu sagen, vorzugsweise in Frageform. Heute bin ich zufälligerweise auf Roland Barthes aufmerksam geworden, einen französischen Philosophen der Nachkriegszeit. Nun ist sein "Tagebuch der Trauer" auf Deutsch erschienen. Barthes war zeitlebens ein Suchender, getrieben vor Angst vor der Sterblichkeit, wie ich einem Feuilleton-Artikel entnehme. Er glaubte an die Sprache und ihre Möglichkeit, letztlich therapeutisch wirken zu können: "Mein Kummer ist unausdrückbar, aber gleichwohl sagbar: Schon die Tatsache, dass mir die Sprache das Wort 'unerträglich' zur Verfügung stellt, bewirkt unmittelbar ein gewisses Ertragen". Ich denke, dass Musik einen Gemütszustand (Kummer, Freude etc.) ebenso auf wundervolle, magische Art zum Ausdruck bringen kann.
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