Samstag, 31. März 2012
banaler Samstag
Frühling, Vogelgezwitscher, tränende Augen aufgrund einer Pollenallergie.
Samstagsprogramm im Rahmen des üblichen Rituals - was nicht nur auf Kinder beruhigend wirkt.
Also ganz banal:
einkaufen, etwas putzen (und sei es bloss als symbolische Handlung), basteln.
Nachmittags auf dem Spielplatz, auf dem sich auffällig wenig Männer aufhalten.
Dafür umso mehr Mütter (teils frustriert, teils laut lachend und fröhlich).
Samstag - schön banal und entspannend zugleich
Samstagsprogramm im Rahmen des üblichen Rituals - was nicht nur auf Kinder beruhigend wirkt.
Also ganz banal:
einkaufen, etwas putzen (und sei es bloss als symbolische Handlung), basteln.
Nachmittags auf dem Spielplatz, auf dem sich auffällig wenig Männer aufhalten.
Dafür umso mehr Mütter (teils frustriert, teils laut lachend und fröhlich).
Samstag - schön banal und entspannend zugleich
Mittwoch, 28. März 2012
Macht der Sinnlichkeit
Wunderbare Inszenierung, nicht ganz jugendfrei.
Welche Wollust hier zum Ausdruck kommt!
Welche Gier nach dem prallen Leben...
ich lese und unterstreiche dabei folgendes:
wie aber mag es wohl in seinem eigenen Kopf aussehen? Wie er andere irregeführt hat, wird er sich wohl selbst verlaufen. – Es ist Angst in ihm. Aber diese Angst ist seine Energie. Es ist keine ihm substantielle Angst. Keineswegs ist, was die Ouvertüre ausdrückt – wie man gewöhnlich sagt, ohne zu wissen, was man sagt – Verzweiflung; DON JUANS Leben ist nicht Verzweiflung, sondern es ist die ganze Macht der Sinnlichkeit, die in Angst geboren wird, und DON JUAN selbst ist diese Angst, aber gerade diese Angst ist seine dämonische Lebenslust. Nachdem Mozart so DON JUAN entstehen lässt, entwickelt er uns nun sein Leben in den tanzenden Violinklängen, in denen er leicht und flüchtig über den Abgrund hinjagt. Wie ein Stein, den man so übers Wasser hinschleudert, dass er die Oberfläche nur schneidet, wohl eine Weile in leichten Sätzen darüber hinhüpft, aber sofort in die Tiefe sinkt, sobald er zu hüpfen aufhört; so tanzt er über dem Abgrund und jubelt in der ihm vergönnten kurzen Frist.
Kierkegaard
Welche Wollust hier zum Ausdruck kommt!
Welche Gier nach dem prallen Leben...
ich lese und unterstreiche dabei folgendes:
wie aber mag es wohl in seinem eigenen Kopf aussehen? Wie er andere irregeführt hat, wird er sich wohl selbst verlaufen. – Es ist Angst in ihm. Aber diese Angst ist seine Energie. Es ist keine ihm substantielle Angst. Keineswegs ist, was die Ouvertüre ausdrückt – wie man gewöhnlich sagt, ohne zu wissen, was man sagt – Verzweiflung; DON JUANS Leben ist nicht Verzweiflung, sondern es ist die ganze Macht der Sinnlichkeit, die in Angst geboren wird, und DON JUAN selbst ist diese Angst, aber gerade diese Angst ist seine dämonische Lebenslust. Nachdem Mozart so DON JUAN entstehen lässt, entwickelt er uns nun sein Leben in den tanzenden Violinklängen, in denen er leicht und flüchtig über den Abgrund hinjagt. Wie ein Stein, den man so übers Wasser hinschleudert, dass er die Oberfläche nur schneidet, wohl eine Weile in leichten Sätzen darüber hinhüpft, aber sofort in die Tiefe sinkt, sobald er zu hüpfen aufhört; so tanzt er über dem Abgrund und jubelt in der ihm vergönnten kurzen Frist.
Kierkegaard
Nächtlicher Anruf - revidiert
Ich stelle mir vor:
Nach dem nächtlichen und vermeintlich befreienden Telefon legte er sich wieder hin und suchte den Schlaf. Kaum erfasste ihn eine bleierne Müdigkeit, klingelte es erneut.
(schläfrig) Ja, Hallo?
(nach einer Pause) Ich bin's.
(wieder ganz wach, freudig) Ach, wie geht es dir jetzt? Wo bist du?
(mit bestimmter Stimme) Ich werde nicht kommen.
(überrascht, hilflos) Was....was, ich werde nicht kommen...? Du hast doch gebucht.
(nach einer Pause) Ja, habe ich. Und vor einer Stunde gleich wieder storniert.
(sichtlich erregt) Warum zum Teufel denn das?
(sanft, aber bestimmt) Ich kann es doch nicht. Bin hier verwurzelt. Habe hier mein Leben.
(hilflos) Ist das dein Ernst, dein letztes Wort? Ach komm, ich nehme die nächste Maschine und komm zu dir, dann reden wir über alles.
(resignierend) Hat keinen Sinn. Alles hat keinen Sinn. Du bist in deinem Leben, ich in meinem. Das war schon immer so, und so wird es auch bleiben.
(leise und nach Worten ringend) Was soll ich da noch sagen?
(leise und traurig zugleich) Am besten gar nichts mehr.
Nach dem nächtlichen und vermeintlich befreienden Telefon legte er sich wieder hin und suchte den Schlaf. Kaum erfasste ihn eine bleierne Müdigkeit, klingelte es erneut.
(schläfrig) Ja, Hallo?
(nach einer Pause) Ich bin's.
(wieder ganz wach, freudig) Ach, wie geht es dir jetzt? Wo bist du?
(mit bestimmter Stimme) Ich werde nicht kommen.
(überrascht, hilflos) Was....was, ich werde nicht kommen...? Du hast doch gebucht.
(nach einer Pause) Ja, habe ich. Und vor einer Stunde gleich wieder storniert.
(sichtlich erregt) Warum zum Teufel denn das?
(sanft, aber bestimmt) Ich kann es doch nicht. Bin hier verwurzelt. Habe hier mein Leben.
(hilflos) Ist das dein Ernst, dein letztes Wort? Ach komm, ich nehme die nächste Maschine und komm zu dir, dann reden wir über alles.
(resignierend) Hat keinen Sinn. Alles hat keinen Sinn. Du bist in deinem Leben, ich in meinem. Das war schon immer so, und so wird es auch bleiben.
(leise und nach Worten ringend) Was soll ich da noch sagen?
(leise und traurig zugleich) Am besten gar nichts mehr.
Vom inneren Glück
Natürlich ist mir klar, dass das Glück nicht im Äusseren gefunden werden kann. Denn das Äussere ist äusserst fragil, brüchig, dem steten Wandel unterzogen...und wer sich auf diese Weise abhängig macht, ist unfrei.
Das wahre Glück kommt aus dem Innern.
Sagt man so schön, nicht wahr?
Ich versuche dem auch nachzuleben, versuche, mir selbst ein guter Freund zu sein, ganz im Moment leben und geniessen zu können, frei sein von äusseren Bedingungen und damit auch vom Wohlwollen von Menschen. Doch die Sehnsucht und jener nicht immer leicht fassbarer Wunsch, ganz in der Heimat (in einem breit verstandenen Sinn gemeint) ankommen zu können und so etwas wie Glückseligkeit zu erleben, bringt mich immer wieder aus dem Tritt. Macht mich zeitweise atemlos, unruhig, so dass ich ein Getriebener werde, der zwar die innere Ruhe propagiert und selbst doch keine findet.
Das wahre Glück kommt aus dem Innern.
Sagt man so schön, nicht wahr?
Ich versuche dem auch nachzuleben, versuche, mir selbst ein guter Freund zu sein, ganz im Moment leben und geniessen zu können, frei sein von äusseren Bedingungen und damit auch vom Wohlwollen von Menschen. Doch die Sehnsucht und jener nicht immer leicht fassbarer Wunsch, ganz in der Heimat (in einem breit verstandenen Sinn gemeint) ankommen zu können und so etwas wie Glückseligkeit zu erleben, bringt mich immer wieder aus dem Tritt. Macht mich zeitweise atemlos, unruhig, so dass ich ein Getriebener werde, der zwar die innere Ruhe propagiert und selbst doch keine findet.
Dienstag, 27. März 2012
Sir Paul gestern in Zürich
Gestern Abend wäre ich eigentlich im Hallenstadion Zürich gewesen.
Doch musste ich kurzfristig den Trip absagen und die Tickets weiterreichen.
Ach, wie blöd!
Sir Paul, bitte komm bald wieder, bitte!
Doch musste ich kurzfristig den Trip absagen und die Tickets weiterreichen.
Ach, wie blöd!
Sir Paul, bitte komm bald wieder, bitte!
Nächtlicher Anruf
Ich stelle mir vor:
Dunkle Nacht.
Stille.
Und dann gegen 0320 Uhr
reisst ihn das Telefon aus dem Schlaf.
Erschreckt nimmt er ab und befürchtet schon schlechte Nachrichten.
Ja Hallo...wer ist da, ist was passiert?
Ich bin's.
Was, du, um diese Zeit...was ist passiert?
Ich bin frei.
Du bist was, frei?
Ja, bin ich.
Ist das wahr?
Ja, es ist wahr. Ich hab den Flug schon gebucht.
Wann kann ich dich abholen?
Ich lande übermorgen um 1120 Uhr, LX 8843.
Unglaublich - ich werde dort sein.
Du fehlst mir.
Du mir auch - doch nicht mehr lange.
Ja, endlich.
Ja, verdammt noch mal, endlich.
Dunkle Nacht.
Stille.
Und dann gegen 0320 Uhr
reisst ihn das Telefon aus dem Schlaf.
Erschreckt nimmt er ab und befürchtet schon schlechte Nachrichten.
Ja Hallo...wer ist da, ist was passiert?
Ich bin's.
Was, du, um diese Zeit...was ist passiert?
Ich bin frei.
Du bist was, frei?
Ja, bin ich.
Ist das wahr?
Ja, es ist wahr. Ich hab den Flug schon gebucht.
Wann kann ich dich abholen?
Ich lande übermorgen um 1120 Uhr, LX 8843.
Unglaublich - ich werde dort sein.
Du fehlst mir.
Du mir auch - doch nicht mehr lange.
Ja, endlich.
Ja, verdammt noch mal, endlich.
Montag, 26. März 2012
An diesem gewöhnlichen Montag
Montag.
Nichts erlebt, was aussergewöhnlich gewesen wäre.
Spätnachmittags, bei schönstem Frühlingswetter, musste ich das Geschäft verlassen.
Gefühle der Unruhe.
Zu Hause wartete ohnehin meine Tochter auf mich.
Dann nichts wie los:
Spielen im Garten.
Jede Bewegung bewusst wahrnehmend, jeder Atemzug auch.
Unbeschwert sein und sich nicht immer kontrollieren müssen.
Später gemeinsam kochen, Hausaufgaben kontrollieren, Musik spielen.
Baden und ab ins Bett.
**
Es gibt Tage, da habe ich seltsames Zeitempfinden.
So wie heute.
Alles scheint zu zerrinnen.
Atemlosigkeit.
Ich halte inne und frage mich, was ich eigentlich über all die Jahre getan
und bewirkt habe.
Das an sich absurde Gefühl (ich weiss!), dieses oder jenes verpasst zu haben
und immer neu und immer wieder zu verpassen.
Das Leben als Marathon gegen die Zeit, die gnadenlos vorbeizieht.
**
Ein guter Freund nimmt sich eine Auszeit.
Mit knapp 60 ist er heute für 4 Monate nach Neuseeland abgereist.
Bezahlter Urlaub.
Bald wird er landen und sein neues Zuhause beziehen.
Good luck!
**
Soeben eine liebe Mail einer guten Kollegin (darf ich dich so nennen?) erhalten.
Passend zu meinem aktuellen Lebensgefühl.
Ich bleibe nie allein, wenn ich mit offenen Augen durch die Gegend gehe - es gibt immer eine Begegnung, die mich bereichert.
Wie Recht du doch hast - Danke !
Nichts erlebt, was aussergewöhnlich gewesen wäre.
Spätnachmittags, bei schönstem Frühlingswetter, musste ich das Geschäft verlassen.
Gefühle der Unruhe.
Zu Hause wartete ohnehin meine Tochter auf mich.
Dann nichts wie los:
Spielen im Garten.
Jede Bewegung bewusst wahrnehmend, jeder Atemzug auch.
Unbeschwert sein und sich nicht immer kontrollieren müssen.
Später gemeinsam kochen, Hausaufgaben kontrollieren, Musik spielen.
Baden und ab ins Bett.
**
Es gibt Tage, da habe ich seltsames Zeitempfinden.
So wie heute.
Alles scheint zu zerrinnen.
Atemlosigkeit.
Ich halte inne und frage mich, was ich eigentlich über all die Jahre getan
und bewirkt habe.
Das an sich absurde Gefühl (ich weiss!), dieses oder jenes verpasst zu haben
und immer neu und immer wieder zu verpassen.
Das Leben als Marathon gegen die Zeit, die gnadenlos vorbeizieht.
**
Ein guter Freund nimmt sich eine Auszeit.
Mit knapp 60 ist er heute für 4 Monate nach Neuseeland abgereist.
Bezahlter Urlaub.
Bald wird er landen und sein neues Zuhause beziehen.
Good luck!
**
Soeben eine liebe Mail einer guten Kollegin (darf ich dich so nennen?) erhalten.
Passend zu meinem aktuellen Lebensgefühl.
Ich bleibe nie allein, wenn ich mit offenen Augen durch die Gegend gehe - es gibt immer eine Begegnung, die mich bereichert.
Wie Recht du doch hast - Danke !
Samstag, 24. März 2012
Gerhard Richter - offen gezeigte Intimität
Offen gezeigte Intimität, ja genau.
Ich kann mich von diesem Bild kaum trennen.
Muss mich an ihm satt sehen
und werde es doch nicht.
Nur schon allein dieses Bild
rechtfertigt eine Reise nach Berlin.
Gerhard Richter: Panorama. Retrospektive. Neue Nationalgalerie Berlin.
Bis 13. Mai 2012
Frühlingsmorgen
Und nun raus in den Frühling.Ziellos,
nicht suchend,
und mich setzend an einem grossen Frühstückstisch.
Es riecht nach frisch geröstetem Kaffee und
nach frischen Brötchen,
und der frisch gepresste Orangensaft steht auf dem Tisch bereit.
Samstagmorgen, wie liebe ich doch diese Illusion
der Zeitlosigkeit.
So tun, als gebe es keine strukturierte Zeit,
keinen Kalender,
kein Verfalldatum.
Im Hinterkopf störende Gedanken und Gefühle.
Erinnerungen an dieses oder jenes.
Stupides Gedächtnis.
Manchmal können Erinnerungen wunderschön befreiend sein
und manchmal
tun sie einfach nur weh.
Abonnieren
Posts (Atom)

